Wirtschaftsministerin Neubaur eröffnet erstmals die EURO DEFENCE EXPO (EUDEX) in Essen

Die Anforderungen an Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit haben sich grundlegend verändert. Wer seine Sicherheit gewährleisten will, muss deshalb auch technologisch souverän sein. Nordrhein-Westfalen verfügt über eine leistungsfähige industrielle Basis, innovative Mittelständler und eine starke Forschungslandschaft.

Mit dem Förderaufruf „Defence.Tech.NRW“ bringt das Land diese Stärken zusammen: Eine unabhängige Jury hat nun 24 Projekte zur Förderung empfohlen, die an Technologien für die zivile und militärische Verteidigung arbeiten. Die Projekte reichen von Drohnenabwehr und KI bis zu Satellitenkommunikation und mobiler Produktion. Für ihre Umsetzung stehen insgesamt 28,4 Millionen Euro EU-Mittel aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027 zur Verfügung. Nordrhein-Westfalen war das erste Land, das einen solchen Wettbewerb ausgerufen hat. 

Zum Start der erstmals in Essen stattfindenden EURO DEFENCE EXPO (EUDEX) wird damit sichtbar, woran Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen bereits arbeiten. Die EUDEX findet vom 22. bis 25. September 2026 statt und verbindet zivile und militärische Sicherheitstechnologien.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: „Wer Sicherheit will, muss die Technologien dafür selbst bauen können. Unsere Freiheit braucht eine starke technologische Basis. Genau das fördern wir mit Defence.Tech.NRW: 24 Projekte, die zeigen, wozu unser Land in der Lage ist – von Drohnenabwehr bis Cybersicherheit. Dahinter stehen keine abstrakten Konzepte, sondern Ingenieurinnen und Mittelständler, die an den Technologien arbeiten, auf die Europa angewiesen ist.“

Zur Eröffnung der EUDEX sagte Ministerin Neubaur weiter: „Essen wird diese Woche zum europäischen Treffpunkt der Verteidigungsindustrie – und das ist kein Zufall. Unser Industrieland kann nicht nur Stahl und Maschinenbau, sondern auch die Sicherheitstechnologie von morgen. Für Nordrhein-Westfalen ist das mehr als ein Messetermin: ein Signal, dass wir in diesem Feld nicht mehr nur mitspielen, sondern vorne mitgestalten – wir haben die Industrie, die Wissenschaft und das Knowhow.”

Von Drohnenabwehr bis Satellitenkommunikation

Die 24 ausgewählten Vorhaben zeigen, dass moderne Verteidigungstechnologie weit über klassische Rüstung hinausgeht. Künstliche Intelligenz, Sensorik, Robotik, Cybersecurity, neue Werkstoffe und moderne Produktionstechnologien werden zu entscheidenden Bausteinen für Sicherheit und Resilienz.

Ein wesentliches Merkmal von „Defence.Tech.NRW“ ist der Dual-Use-Ansatz. Viele der entwickelten Technologien können sowohl in der militärischen Verteidigung als auch im zivilen Bereich eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Systeme zum Schutz kritischer Infrastruktur, robuste Kommunikationslösungen, KI-gestützte Cyberabwehr oder Technologien für Katastrophen- und Kriseneinsätze.

Damit stärkt die Förderung nicht nur die Verteidigungsfähigkeit, sondern auch die technologische und wirtschaftliche Resilienz Nordrhein-Westfalens und Europas. Ziel ist es, Schlüsselkompetenzen auszubauen, kritische Abhängigkeiten zu reduzieren und Lücken in europäischen Wertschöpfungsnetzen zu schließen.

Mit „Defence.Tech.NRW“ unterstützen das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die gemeinsam mit Hochschulen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen High-Tech-Innovationen entwickeln. Gefördert werden Vorhaben der angewandten Forschung und der experimentellen Entwicklung mit einem klaren Bezug zur zivilen oder militärischen Verteidigung. Im Mittelpunkt stehen marktnahe Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sowie deren Validierung, Demonstration und Skalierung.

Die Original-Mitteilung und die zur Förderung empfohlenen Projekte finden Sie unter folgendem Link: https://www.wirtschaft.nrw/defencetech2026

Die technologische Bandbreite der 24 zur Förderung empfohlenen Projekte ist beeindruckend: Von Sensorik und neuen Werkstoffen über KI und Robotik bis zu sicheren Kommunikationslösungen bringen die Teams ganz unterschiedliche Kompetenzen für mehr Sicherheit zusammen. Wir gratulieren den beteiligten Akteuren aus dem NMWP.NRW-Netzwerk herzlich zu ihren Innovationsprojekten und wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung!