Fraunhofer ILT und KIMM erneuern strategische Partnerschaft in der Laser-Fertigungstechnologie

Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen und das Korea Institute of Machinery and Materials KIMM kooperieren seit vielen Jahren in Projekten, vom Laserschweißen bis zur Mikrobearbeitung von Werkstoffen. Mit der Erneuerung ihres Memorandum of Understanding vertiefen die beiden Institute nun diese Partnerschaft. Künftig wollen sie sich auf umweltfreundliche Fertigungsverfahren für die Elektromobilität und Energiespeichertechnologien der nächsten Generation konzentrieren.

© Fraunhofer ILT, Aachen.Vertreterinnen und Vertreter von KIMM und Fraunhofer ILT vor dem Aachener Forschungsinstitut nach der Unterzeichnung des erneuerten Memorandum of Understanding. V.l.n.r.: Ji Hyeon Seo, Dr. Su-Jin Lee, Dr. Sanghoon Ahn, Dr. Seog-Hyeon Ryu (KIMM) und Dr. Jochen Stollenwerk, Dr. Alexander Olowinsky und Dr. André Häusler (Fraunhofer ILT).
© Fraunhofer ILT, Aachen.Die koreanische Delegation besichtigte die Laboratorien des Fraunhofer ILT. V.l.n.r.: Ji Hyeon Seo, Dr. Su-Jin Lee, Dr. André Häusler, Dr. Alexander Olowinsky, Dr. Seog-Hyeon Ryu, Dr. Sanghoon Ahn.

Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen und das Korea Institute of Machinery and Materials (KIMM) haben am 16. Juli 2026 ihre Absichtserklärung (Memorandum of Understanding MoU) erneuert. Die Vereinbarung stärkt ihre langjährige Partnerschaft im Bereich Laserbearbeitungstechnologien und nachhaltiger Energieanwendungen.

Beide Institute forschen seit vielen Jahren gemeinsam in den Bereichen Laserschweißen, Präzisionslaserbearbeitung und Produktionstechnologien. Im Rahmen dieser Kooperation haben sie gemeinsam ein hybrides Fertigungssystem zur Bearbeitung metallischer Bipolarplatten entwickelt und leisten damit einen Beitrag zu umweltfreundlichen Brennstoffzellen-Fertigung.

Das erneuerte MoU wurde während eines Besuchs von KIMM-Präsident Dr. Seog-Hyeon Ryu in Aachen unterzeichnet, zu dem Vertreter beider Institute zusammenkamen. Die Vereinbarung soll gemeinsame Forschungsaktivitäten, Wissenschaftleraustauschprogramme und die Entwicklung internationaler Kooperationsprojekte zwischen Deutschland und Korea ausbauen.

»Mit der Erneuerung dieser Vereinbarung erwarten wir, unsere strategische Partnerschaft in zukunftsweisenden Fertigungstechnologien und nachhaltigen Industrieanwendungen weiter zu stärken«, erklärten Vertreter beider Institute.

Das Fraunhofer ILT und KIMM bereiten derzeit neue internationale Kooperationsprojekte in den Bereichen Batteriefertigungstechnologien und Laserbearbeitung von Hairpin-Komponenten für die Elektromobilität vor. Die engen Beziehungen zwischen beiden Instituten wurden im vergangenen Jahr weiter gestärkt, als Dr. Su-Jin Lee von KIMM an einem Wissenschaftleraustauschprogramm am Fraunhofer ILT teilnahm.

Über die Elektromobilität hinaus erkunden beide Institute Möglichkeiten zur künftigen Zusammenarbeit in weiteren Industrie- und Energiebereichen, darunter Technologien zum Rückbau von Kernkraftwerken, Fertigungstechnologien für Small Modular Reactors (SMRs), Wasserstofftechnologien und erneuerbare Energiesysteme.

KIMM ist ein gemeinnütziges, staatlich finanziertes Forschungsinstitut unter dem südkoreanischen Ministerium für Wissenschaft und IKT. Seit seiner Gründung im Jahr 1976 in Daejeon hat KIMM durch Forschung und Entwicklung in den Bereichen Maschinenbau, Werkstoffe, Fertigungssysteme und fortschrittliche Produktionstechnologien zur industriellen Innovation und zum Wirtschaftswachstum beigetragen.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT