Baubeginn für das Production Launch Center Aviation (PLCA) – Klimaneutrale Luftfahrtproduktion in Würselen

Ministerin Neubaur: Starkes Signal für eine emissionsarme Luftfahrt – Neue Jobs in Forschung, Entwicklung und Fertigung für das Rheinische Revier

Sicher, effizient und emissionsarm abheben – daran forschen Hochschulen, Forschungsinstitute und Industrie gemeinsam im Rheinischen Revier.  Am Forschungsflughafen Würselen/Aachen wurde nun der Startschuss für eine weitere wichtige Zukunftsinvestition gegeben.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur überreichte am Montag für den Aufbau des Production Launch Center Aviation (PLCA) zwei Förderbescheide in Höhe von 49,2 Mio. Euro für das Projekt PLCA Launch und 12,5 Mio. Euro für die zweite Tranche des Projekts EcoCastAero. Die Mittel stammen aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen des Bundes und werden durch Landesmittel Nordrhein‑Westfalens ergänzt.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: „Ich glaube nicht an eine Welt ohne Fliegen. Aber ich glaube an eine Welt, in der Fliegen sauber wird. Genau daran arbeiten wir hier in Würselen: an Flugzeugteilen aus neuen Werkstoffen, gegossen in einer der modernsten Anlagen Europas. Das ist keine Zukunftsmusik, das ist Grundsteinlegung – für Technologie und für Jobs im Rheinischen Revier.”

Das ist konkret geplant:  

Mit dem PLCA entsteht am Forschungsflughafen Würselen/Aachen eine zentrale Einrichtung für moderne Produktionstechnologien der Luftfahrt. Dadurch gelangen neue Technologien schneller in die industrielle Nutzung – das stärkt die regionale Innovationskraft. Das Zentrum verbindet universitäre Forschung, angewandte Technologieentwicklung und industrielle Fertigung und entwickelt digital vernetzte Produktionsverfahren für Komponenten einer klimaneutralen Luftfahrt. Gefördert wird der Bau, die Inbetriebnahme des PLCA sowie der Aufbau einer hochmodernen Gussanlage zur Erforschung neuer Werkstoffe und Fertigungstechnologien. Access e.V. bringt seine Expertise in Werkstoff‑ und Fertigungstechnologien ein und nutzt die Infrastruktur zur Weiterentwicklung gießtechnischer Verfahren, Simulationstools und industrieller Prozessketten.

Mit der Investition setzt das Land Nordrhein‑Westfalen ein deutliches Signal: Der Strukturwandel im Rheinischen Revier wird aktiv begleitet, neue industrielle Perspektiven werden eröffnet, und die Region wird als Standort für klimaneutrale Luftfahrtproduktion und fortschrittliche Fertigungstechnologien weiter gestärkt.

Durch die Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungsinstituten und Industriepartnern entstehen industrielle Arbeitsplätze, neue Wertschöpfungsketten und ein technologisches Profil, das die Region als Standort für luftfahrtbezogene Produktion stärkt.

Bund und Land unterstützen den Strukturwandel des Rheinischen Reviers mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 818 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 3,33 Milliarden Euro bewilligt.

Quelle: Wirtschaft NRW