Kategorie: News-Highlight

  • QIA startet Phase zum Aufbau von Full-Stack-Quanten-Netzwerken

    QIA startet Phase zum Aufbau von Full-Stack-Quanten-Netzwerken

    Mit 47,5 Millionen Euro unterstützt die Europäische Kommission die Quantum Internet Alliance (QIA) bei der nächsten Stufe der Entwicklung und Einführung von Quanten-Internet-Technologien. Das Fraunhofer ILT trägt dazu mit der Entwicklung rauscharmer Quantenfrequenzkonverter bei und stellt mit ALICE eine hardwarebasierte Open-Access-Plattform zur Erprobung und Weiterentwicklung von Quantennetzwerktechnologien auf Basis eines NV-Netzwerkknotens in Aachen bereit.

    © Quantum Internet Allianz. Geballte Quanten-Kompetenz auf einer Bühne. Die Mitglieder der Quantum Internet Allianz (QIA) trafen sich Ende September 2026 zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung in Lissabon.

    Die Quantum Internet Alliance (QIA) erhält von der Europäischen Kommission Fördermittel in Höhe von 47,5 Millionen Euro, um ihre Arbeit an einem Full-Stack-Quanten-Internet-Prototyp voranzutreiben und diesen für den Einsatz in der Praxis vorzubereiten. Die neue spezifische Fördervereinbarung (SGA 2) unterstützt die Forschung und Entwicklung in den kommenden 42 Monaten und baut auf den Errungenschaften des Konsortiums der ersten Phase (SGA 1) auf, die von Oktober 2022 bis März 2026 lief.

    Ziel ist ein vollständiger, programmierbarer Quanten-Netzwerk-Prototyp

    Im Rahmen von SGA 1 erweiterte die QIA ihre europäische Plattform für die Entwicklung des Quanteninternets, intensivierte dafür die Forschung in den Bereichen Hardware, Software und Netzwerke und legte so die technologische Basis für einen Prototyp eines Quantennetzwerks. In den nächsten 3,5 Jahren wird sich QIA darauf konzentrieren, diese Technologien zu einem vollständigen, programmierbaren Quanten-Netzwerk-Prototyp zu kombinieren, der in der Lage ist, Quanten-Netzwerkanwendungen auszuführen. Ein wichtiger Meilenstein ist die Verbindung der Quantennetze zweier Metropolregionen über ein Glasfaser-Backbone mithilfe von Quanten-Repeatern – ein entscheidender Schritt in Richtung Quantenkommunikation über hohe Reichweiten.

    »In den letzten Jahren haben wir die zentralen Bausteine für ein Quanteninternet entwickelt. Unsere Aufgabe in der nächsten Phase besteht darin, diese Komponenten in einen Full-Stack-Prototypen für das Quanteninternet zu integrieren. Europa steht weltweit an der Spitze der Quanteninternet-Technologien, und dieser Prototyp könnte der weltweit erste seiner Art werden«, erklärt QIA-Direktorin Stephanie Wehner. Das Programm werde zudem die nächsten Schritte in Richtung der »Quantum Internet Initiative« unternehmen, indem es Quantennetzwerktechnologien von Laborexperimenten in praktische Anwendungen überführt. In diesem Rahmen wird die QIA erste Vorbereitungen für Pilotanlagen des Quanteninternets und einer frei zugänglichen Infrastruktur für Akteure aus der Industrie und Forschung treffen. 

    Ganzheitlicher Ansatz der QIA erleichtert schnelle Kommerzialisierung

    Schon jetzt erzielt die Initiative Wirkung über das Labor hinaus. Im Zuge des Programms entwickelte Technologien sind mittlerweile in Produkte überführt worden, und aus dem QIA-Ökosystem sind Start-ups entstanden, die QIA-Technologien in Form von Produkten und Dienstleistungen kommerzialisieren. Die ganzheitliche Herangehensweise der QIA umfasst auch die Weiterentwicklung von Anwendungsfällen für Quantennetzwerktechnologien und bietet eine Plattform, auf der sich Quanteninternet-Initiativen aus ganz Europa vernetzen und ihre Kräfte bündeln können.

    »Aktuell steht Europa noch weltweit an der Spitze der Entwicklung eines Quanteninternets«, sagt Wehner. »In der zweiten Förderphase schaffen wir Technologien, die es noch nirgends gibt. Um jedoch unseren Vorsprung zu halten, ist es von entscheidender Bedeutung, dass parallel zu den Forschungs- und Entwicklungsprojekten Start-ups zur Umsetzung von Proof-of-Concept-Anwendungen übergehen und dass wir durch die Bereitstellung frei zugänglicher Einrichtungen unsere Vernetzung stärken. Wir werden das technologische Potenzial Europas nutzen, um ein dynamisches Quanten-Ökosystem zu schaffen, das im globalen Wettbewerb bestehen kann«, erklärt sie.

    Dem Fraunhofer ILT kommt in zweiter Phase eine wichtige Rolle zu

    Mit der zweiten Phase der Quantum Internet Alliance (QIA) rückt der Transfer von Quantennetzwerktechnologien aus dem Labor in anwendungsnahe Pilot- und Open-Access-Strukturen stärker in den Mittelpunkt. Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen übernimmt dabei eine wichtige Rolle: Es leitet das Arbeitspaket »Pilot Facilities and Open Access« und koordiniert die Vorbereitung europäischer Pilotanlagen und offener Forschungsinfrastrukturen. »Es ist dabei unser Ziel, zentrale Technologien für das Quanteninternet in Richtung höherer Technologiereife und realer Einsatzumgebungen weiterzuentwickeln“, erklärt Dr. Bernd Jungbluth, Leiter des Strategischen Programms Quantentechnologien am Fraunhofer ILT.

    Auch technologisch trägt das Fraunhofer ILT unmittelbar dazu bei. In enger Kooperation mit Delft Networks entwickelt es eine rauscharme Quantenfrequenzkonversion für ein SnV-basiertes Quantennetzwerk weiter. Die Entwicklung reicht vom Laboraufbau bis zu einem rack-integrierbaren Demonstrationsmodul für die Übertragung einzelner Photonen über Telekommunikationsfasern. Mit ALICE (Access Link for Interplatform Communication Experiments) stellt das Fraunhofer ILT zudem eine hardwarebasierte Open-Access-Plattform zur Erprobung und Weiterentwicklung von Quantennetzwerktechnologien auf Basis eines NV-Netzwerkknotens in Aachen bereit.

    Die Aachener kooperieren hierbei unter anderem mit der Nachwuchsgruppe von Dr. Florian Elsen am Lehrstuhl für Lasertechnik der RWTH Aachen University. Diese arbeitet ebenfalls an neuen Technologien zur Verbindung unterschiedlicher Quantenplattformen und wird ALICE als wissenschaftlicher Trial User nutzen und den Aachener Quantennetzwerkknoten unmittelbar in die eigene Technologieentwicklung einbeziehen. »Damit wird der Open-Access-Ansatz bereits während der Projektlaufzeit praktisch erprobt: Wir können Technologien aus unserer RWTH-Forschung direkt am Quantennetzwerkknoten des Fraunhofer ILT testen und weiterentwickeln«, erklärt Elsen.

    Quelle: https://www.ilt.fraunhofer.de/de/presse/pressemitteilungen/2026/10-12-qia-fraunhofer-ilt.html

  • Themenkampagne #18: Schlüsseltechnologien für Industrial AI und Robotik in NRW

    Themenkampagne #18: Schlüsseltechnologien für Industrial AI und Robotik in NRW

    Industrial AI und Robotik sind zentrale Schlüsseltechnologien für den High-Tech- und Produktionsstandort Nordrhein-Westfalen. Sie ermöglichen effizientere, flexiblere und resilientere Prozesse, steigern Produktivität und Qualität und helfen, dem Fachkräftemangel zu begegnen.

    Ihr Potenzial entsteht durch das Zusammenspiel von KI, Sensorik, Aktorik, Edge- und Cloud-Computing, Halbleitern, Datenräumen, digitalen Zwillingen sowie moderner Kommunikations- und Automatisierungstechnik. So entstehen lernfähige Roboter, Cobots, autonome Systeme und intelligente Maschinen, die ihre Umgebung wahrnehmen, bewerten und autonom handeln.

    Mit dem Magazin „Schlüsseltechnologien für Industrial AI und Robotik“ zeigen wir die Kompetenzlandschaft in NRW – von Entwicklung und Forschung über Systemintegration bis zur industriellen Anwendung. Gesucht werden Praxisbeispiele, Forschungsprojekte, Technologien und Kooperationen aus NRW, die Innovation, Transfer und industrielle Wertschöpfung sichtbar machen.

    Jetzt Themenvorschlag einreichen

    Deadline für die Einreichung eines Beitrags ist Montag, der 05. Oktober 2026.

      Anrede (Pflichtfeld)

      Vorname (Pflichtfeld)

      Unternehmen/Institution

      E-Mail (Pflichtfeld)

      Hinweis: Nach dem Absenden des Formulars erhalten Sie eine E-Mail zur Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Bitte prüfen Sie auch Ihren Spam- beziehungsweise Junk-E-Mail-Ordner. Erst nachdem Sie den in der E-Mail enthaltenen Bestätigungslink aufgerufen haben, können wir Ihre Anfrage bearbeiten.

    • Förderbekanntmachung: Industrielle, domänenspezifische KI

      Förderbekanntmachung: Industrielle, domänenspezifische KI

      Förderung von Transfer-Leitprojekten für die Nutzung von KI in industriellen Wertschöpfungsketten

      Künstliche Intelligenz bietet große Potenziale, industrielle Prozesse effizienter zu gestalten, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken. Dafür braucht es KI-Systeme, die auf die spezifischen Anforderungen, Daten und Prozesse einzelner Branchen und Anwendungsfelder zugeschnitten sind.

      Mit der Fördermaßnahme „Industrielle, domänenspezifische KI“ unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) Transfer-Leitprojekte, die spezialisierte KI-Systeme entwickeln, in industrielle Wertschöpfungsketten integrieren und in realen Einsatzumgebungen erproben. Ziel sind leistungsfähige, verlässliche und praxistaugliche KI-Lösungen, die zur technologischen Souveränität und zur nachhaltigen Steigerung der Wertschöpfung am Standort Deutschland beitragen.

      Die Projektergebnisse sollen über die beteiligten Verbundpartner hinaus Wirkung entfalten. Dafür sollen übertragbare Lösungen und Blaupausen entwickelt werden, die auch von weiteren Unternehmen innerhalb der adressierten Domäne oder in angrenzenden Branchen genutzt werden können.

      Termine

      Projektskizzen können bis zum 1. November 2026 eingereicht werden. 

      Welche Themen werden gefördert?

      Gefördert werden risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben in Form von Verbundprojekten. Die Vorhaben müssen auf reale Anwendungsbedarfe ausgerichtet sein und folgende Schwerpunkte adressieren:

      • Entwicklung oder Anpassung domänenspezifischer KI-Modelle und -Systeme
      • Integration von Fachwissen, Prozesswissen und branchenspezifischen Daten
      • Aufbau von Datenpipelines und Integrationsschichten für industrielle IT-Systeme
      • Überwindung von Datensilos
      • Entwicklung offener Standards und tragfähiger Modelle für den Datenaustausch

      Die Lösungen sollen in einer relevanten industriellen Einsatzumgebung demonstriert werden und einen technologischen Reifegrad von TRL 6 bis 7 erreichen. Im Fokus stehen insbesondere industrielle Fertigung und Maschinenbau, Mobilität und Automobilindustrie, Chemie und Cleantech, Medizintechnik, Agrarwirtschaft sowie Informations- und Kommunikationstechnik.

      Der Neuheitswert der im Rahmen des Vorhabens zu erarbeitenden Lösung muss eindeutig ersichtlich hervorgehoben werden. Dabei sollen sowohl spezialisierte Sprachmodelle als auch neue KI-Ansätze zur Verarbeitung multimodaler Datenquellen unter Einsatz von Deep Learning, symbolischen Ansätzen und hybriden Modellen erforscht werden.

      Wer wird gefördert?

      Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und weitere forschende Institutionen mit Sitz beziehungsweise Einrichtung in Deutschland.

      Gefördert werden ausschließlich Verbundprojekte mit substanzieller Industriebeteiligung. Die Vorhaben sollen maßgeblich von Unternehmen initiiert und koordiniert werden. Die Verbünde müssen die vertikale KI-Wertschöpfungskette von der methodischen Entwicklung über die technische Integration bis zur Anwendung und Erprobung in realen industriellen Prozessen abdecken. Eine starke Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen ist ausdrücklich erwünscht. Zur Sicherung der Praxisrelevanz ist zudem ein projektbegleitender Beirat aus Wissenschaft und Wirtschaft vorzusehen.

      Wie läuft das Förderverfahren ab?

      Das Antragsverfahren ist zweistufig. In der ersten Stufe reicht der vorgesehene Verbundkoordinator eine gemeinsame, deutschsprachige Projektskizze mit maximal 20 DIN-A4-Seiten über easy-Online ein. Positiv bewertete Verbünde werden anschließend zur Vorlage förmlicher Förderanträge aufgefordert. Eine vorherige Beratung durch den Projektträger wird empfohlen.

      Förderumfang und Laufzeit

      Für die Verbundprojekte wird in der Regel eine Gesamtzuwendung von 10 bis 20 Millionen Euro erwartet. Die erste Förderphase kann bis zu drei Jahre dauern. Nach etwa zwei Projektjahren erfolgt eine Meilensteinevaluierung. Bei positiver Bewertung kann eine zweite Förderphase von bis zu zwei Jahren zur Skalierung und zum weiteren Transfer der Ergebnisse anschließen.

      Was wird nicht gefördert?

      Nicht gefördert werden insbesondere generalistische Sprachmodelle ohne spezifischen Branchenbezug, reine Investitionen in Rechenzentrumshardware, die Entwicklung von KI-Hardware sowie KI-Anwendungen in bereits anderweitig adressierten Bereichen wie Personalwesen, Marketing, Kundenbetreuung, Predictive Maintenance, ziviler Sicherheit und Pflegerobotik.

    • Ein neues digitales Zuhause für die NMWP.NRW-Community

      Ein neues digitales Zuhause für die NMWP.NRW-Community

      Unsere neue Website ist online. Unter nmwp.nrw bündeln wir Informationen, Angebote und aktuelle Aktivitäten künftig an einem zentralen Ort. So möchten wir den Zugang zu unseren Themen erleichtern, Orientierung geben und den Austausch in unserer Community stärken. Entdecken Sie die Plattform und machen Sie sich ein Bild davon, woran wir gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten. Wir freuen uns über Ihre Anregungen.

      Auch unser Newsletter hat technisch eine neue Heimat. Ihre bereits per Double Opt-in bestätigte Anmeldung haben wir nach sorgfältiger Prüfung in das neue System übernommen. Unsere Nachrichten erhalten Sie künftig von info@nmwp.nrw. Speichern Sie die Adresse gerne als vertrauenswürdigen Absender und schauen Sie bei Bedarf auch in den Spam-Ordner. Über die Links in der Fußzeile können Sie Ihre Angaben jederzeit ändern oder den Newsletter abbestellen.

      Mit der neuen Website führen wir zentrale Angebote zusammen. Da sich LinkedIn für die B2B-Vernetzung etabliert hat, nehmen wir das bisherige NMWP-Portal zum 31. Oktober 2026 vom Netz. Bitte sichern Sie dort hinterlegte Informationen oder Kontakte rechtzeitig vorher.

      Ihr NMWP.NRW-Team