Autor: hgkoester

  • Mehr Intelligenz pro Watt: Neuromorphic Computing aus NRW

    Mehr Intelligenz pro Watt: Neuromorphic Computing aus NRW

    Neuromorphic Computing überträgt Prinzipien der Informationsverarbeitung im Gehirn auf neue Computerarchitekturen. Nordrhein-Westfalen vereint dafür Kompetenzen von der Material- und Bauelementforschung über Chipdesign und Nanofabrikation bis zu Software, Anwendungen und industrieller Skalierung.

    Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten – in der industriellen Produktion, der Mobilität, der Medizin, der Robotik oder in intelligenten Sensor- und Assistenzsystemen. Gleichzeitig wächst mit der Leistungsfähigkeit von KI-Modellen auch ihr Bedarf an Rechenleistung und Energie. Besonders bei Anwendungen, die Daten unmittelbar vor Ort auswerten müssen, stoßen klassische Computerarchitekturen zunehmend an Grenzen.

    Eine Ursache ist die Trennung von Prozessor und Speicher: Daten müssen fortlaufend zwischen beiden Einheiten übertragen werden. Dieser sogenannte Von-Neumann-Flaschenhals kostet Zeit und Energie. Neuromorphe Systeme verfolgen einen anderen Ansatz. Inspiriert von der Arbeitsweise biologischer Nervensysteme bringen sie Speicherung und Verarbeitung enger zusammen, rechnen hochparallel und verarbeiten Informationen teilweise ereignisgesteuert – also dann, wenn tatsächlich relevante Signale auftreten.

    Neuromorphic Computing bedeutet dabei nicht, das menschliche Gehirn vollständig nachzubauen. Vielmehr werden einzelne Prinzipien seiner außergewöhnlich effizienten Informationsverarbeitung technisch nutzbar gemacht. Zum Einsatz kommen beispielsweise Memristoren als künstliche Synapsen, analoge In-Memory-Schaltungen, photonische Komponenten oder physikalische Reservoirs. Sie können spezialisierte KI-Aufgaben mit geringer Latenz und niedrigem Energiebedarf direkt auf Sensoren, mobilen Geräten oder in Maschinen ausführen.

    Das ist insbesondere für Edge AI interessant: Wenn Daten dort verarbeitet werden, wo sie entstehen, sinkt der Kommunikationsbedarf zur Cloud. Reaktionszeiten werden kürzer, sensible Daten können lokal verbleiben und autonome Systeme werden unabhängiger von einer permanenten Netzverbindung. Potenzielle Anwendungen reichen von lernenden Robotern und Fahrzeugen über die industrielle Zustandsüberwachung bis zu medizinischen Geräten und intelligenten Infrastrukturen.

    Neuromorphe Systeme werden klassische Prozessoren und Hochleistungsrechner voraussichtlich nicht vollständig ersetzen. Ihre Stärke liegt in der Spezialisierung und in der Kombination mit anderen Rechnerarchitekturen. Entscheidend ist deshalb das Zusammenspiel von Materialien, Bauelementen, Schaltungsdesign, Algorithmen, Software und konkreten Anwendungen.

    Genau hier besitzt Nordrhein-Westfalen besondere Kompetenzen. Vor allem in der Region Aachen-Jülich, aber auch in Dortmund, Bochum, Siegen und weiteren Standorten arbeiten Wissenschaft, Start-ups und etablierte Industrieunternehmen an unterschiedlichen Teilen der neuromorphen Wertschöpfungskette. Bereits die NMWP.NRW-Magazine „Schlüsseltechnologien aus NRW als Enabler für zukünftige Digital- und Computing-Konzepte“ und „Future of Computing“ haben die Breite dieses Ökosystems sichtbar gemacht.

    Zukunftscluster verbinden ausgewählte Spitzenforschung mit Unternehmen und beschleunigen den Transfer in Anwendung und wirtschaftliche Wertschöpfung. NeuroSys setzt diesen Ansatz für neuromorphe Hardware in der Region Aachen-Jülich um.

    Der vom Lehrstuhl für Elektronische Bauelemente der RWTH Aachen koordinierte Zukunftscluster NeuroSys bündelt Kompetenzen der RWTH Aachen, des Forschungszentrums Jülich, der AMO GmbH sowie zahlreicher Unternehmen und Akteure der Wirtschaftsförderung. In sieben Projekten arbeitet der Cluster interdisziplinär an memristiven Bauelementen, photonischen neuromorphen Schaltungen, Algorithm-Hardware-Co-Design, Anwendungen, dem Transfer der Technologien in die Wirtschaft sowie deren soziökonomischer Wirkung. NeuroSys verfolgt damit nicht nur einzelne Forschungsfragen, sondern den Aufbau einer durchgängigen Technologiebasis und eines regionalen Innovationsökosystems für europäische KI-Hardware.

    Die folgende Auswahl nennt ausdrücklich nur beispielhafte Akteure und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie verdeutlicht die unterschiedlichen Kompetenzen, die Nordrhein-Westfalen im Neuromorphic Computing zusammenführt.

    Das aus dem Forschungszentrum Jülich hervorgegangene Gründungsvorhaben AiML – Analogue in Memory Logic entwickelt einen analogen neuromorphen Chip für Edge-KI-Anwendungen. Rechenoperationen sollen unmittelbar in analogen Speicherelementen stattfinden, wodurch der energie- und zeitintensive Datentransfer zu externen Speichern reduziert wird. Als Zielanwendungen werden insbesondere Robotik, Assistenzsysteme und autonome Mobilität adressiert. 2025 erhielt AiML eine Förderung über das Programm NRW Startup Transfer.

    AIXTRON entwickelt im Rahmen von NeuroSys die MOCVD-Anlagentechnologie für neuromorphe Bauelemente aus zweidimensionalen Materialien weiter. Solche atomar dünnen Materialschichten können neuartige memristive Funktionen ermöglichen, müssen für eine industrielle Nutzung aber reproduzierbar und auf größeren Wafern hergestellt werden. AIXTRON adressiert damit eine entscheidende Schnittstelle zwischen Materialforschung, Bauelemententwicklung und späterer Skalierung.

    Die AMO GmbH bringt ihre Infrastruktur und Expertise in der Mikro- und Nanofabrikation, bei zweidimensionalen Materialien und in der Integration neuartiger Bauelemente ein. Im Zukunftscluster NeuroSys arbeitet sie sowohl an der Technologiereifung memristiver Komponenten als auch an photonischen neuromorphen Schaltungen. Ein Schwerpunkt sind ultrakompakte Graphen-Phasenmodulatoren, die in photonischen Tensorkernen besonders schnelle und energieeffiziente Vektor-Matrix-Berechnungen ermöglichen sollen.

    Die ELEMENT 3–5 GmbH entwickelt Anlagen und Prozesse für die ressourceneffiziente Epitaxie von Halbleitern mit großem Bandabstand. Die plasmabasierte „Next Level Epitaxy“ ermöglicht monokristalline Schichten bei deutlich niedrigeren Prozesstemperaturen als konventionelle Verfahren und eröffnet damit neue Möglichkeiten für temperaturempfindliche Substrate und Materialkombinationen. Mit dem ACCELERATOR 3500K adressiert das Unternehmen unter anderem die skalierbare Herstellung von Aluminiumnitrid-Startschichten für das anschließende GaN-Wachstum. Für das neuromorphe Ökosystem liegt die Bedeutung insbesondere in der industriellen Herstellung neuartiger Schichtsysteme.

    ELMOS ist als Industriepartner an NeuroSys und an der anwendungsspezifischen Technologiereifung memristiver Bauelemente beteiligt. Das Unternehmen bringt insbesondere Erfahrung mit industriellen CMOS-Prozessen, integrierten Schaltungen und automobilgeeigneter Halbleitertechnik ein. In Forschungsarbeiten dienen CMOS-Chips von Elmos der Integration nanoskaliger Memristoren.

    Komplementär zum Zukunftscluster NeuroSys verbindet das Forschungszentrum Jülich im Verbundprojekt NEUROTEC Materialforschung, Nanoelektronik, Schaltungs- und Systementwicklung, Software, Neurowissenschaften und Supercomputing. Im Projekt NEUROTEC werden neue memristive Materialien und Bauelemente, ihre Integration in Halbleiterprozesse, Messverfahren, Demonstratorschaltungen sowie passende Algorithmen und Software erforscht. Das Jülich Supercomputing Centre untersucht darüber hinaus, wie neuromorphe Module künftig mit klassischen Hochleistungs- und Quantencomputern zu modularen Rechensystemen verbunden werden können.

    Das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS verbindet Sensorentwicklung, integrierte Mikroelektronik und eingebettete KI. Im Fraunhofer-Leitprojekt NeurOSmart verantwortete das Institut die KI-gestützte Datenvorverarbeitung, die Systemintegration und das LiDAR-Sensorsystem. Die entstandene Plattform koppelt die sensornahe Verarbeitung mit einem analog-neuromorphen In-Memory-Beschleuniger, sodass relevante Bildbereiche bereits am Sensor erkannt und Datenraten sowie Energiebedarf reduziert werden. Darüber hinaus arbeitet das IMS an analogen neuronalen Schaltungen und an der Integration von CMOS-Bildsensoren mit gehirninspirierten Prozessor-Speicher-Strukturen. Damit besetzt Duisburg insbesondere die Schnittstelle zwischen Sensorik, Edge AI und der Überführung neuromorpher Ansätze in anwendungsnahe Systeme.

    GEMESYS entwickelt eine analoge, gehirninspirierte Chiparchitektur für Edge AI. Der Ansatz nutzt memristive Prinzipien, um die bei neuronalen Netzen besonders häufigen Rechenoperationen näher am Speicher beziehungsweise unmittelbar in der analogen Schaltung auszuführen. Ziel ist es, nicht nur die Inferenz, sondern auch das Lernen und die Anpassung von KI-Modellen direkt auf mobilen Geräten, Sensoren und autonomen Systemen zu ermöglichen.

    Die Hochschule Bielefeld (HSBI) erforscht am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik ressourceneffiziente Hardwarearchitekturen für eingebettete KI. Im abgeschlossenen Projekt NireHApS wurden spikende neuronale Netze, Online-Lernen und neuromorphe Beschleuniger auf FPGA- und Many-Core-Plattformen untersucht und mit ereignisbasierten Sensoren verbunden. Das aktuelle Projekt Edge4SparseML führt diesen hardwarenahen Ansatz in breiterer Form fort: Entwickelt werden automatisierte Methoden für das Hardware-KI-Co-Design ressourcenbeschränkter Edge-Systeme, einschließlich ereignisgetriebener Klassifikation sowie der Bewertung von Leistung, Latenz und Energiebedarf. Erprobt werden die Lösungen unter anderem in der industriellen Oberflächeninspektion.

    Der Lehrstuhl für Integrierte Digitale Systeme und Schaltungsentwurf der RWTH Aachen entwickelt energie- und flächeneffiziente Chiparchitekturen und Schaltungskonzepte in modernen CMOS-Technologien. Im Mittelpunkt stehen Hardwarerealisierungen für künstliche und biologische neuronale Netze sowie das Algorithm-Hardware-Co-Design. Untersucht werden unter anderem die Überführung klassischer neuronaler Netze in spikende Varianten, Time-Domain Computing, Compute-in-Memory und Werkzeugketten für memristive KI-Beschleuniger. Mit neuroAIx arbeitet der Lehrstuhl außerdem an beschleunigten Simulationen biologischer neuronaler Netze. Er ergänzt das Aachener Ökosystem damit um die digitale Architektur- und Entwurfsperspektive zwischen Algorithmus, Schaltung und physischer Implementierung.

    Am Lehrstuhl für Mikro- und Nanoelektronik der TU Dortmund erforschen Prof. Dr.-Ing. Stefan Tappertzhofen und Apl. Prof. Dr.-Ing. Dirk Schulz memristive Bauelemente und ihre Material-, Schalt- und Integrationseigenschaften. Im Mittelpunkt stehen unter anderem künstliche Nano-Synapsen, memristiv programmierbare Transistoren und rekonfigurierbare analoge beziehungsweise Mixed-Signal-Schaltungen. Einen komplementären Ansatz verfolgt die Dortmunder Experimentalphysik: Ein internationales Team entwickelte ein Phonon-Magnon-Reservoir auf einem Chip, das analoge Signale physikalisch vorverarbeitet und damit neue Perspektiven für kompaktes Reservoir Computing eröffnet.

    Die Universität Bielefeld verbindet an der Technischen Fakultät und am Center for Cognitive Interaction Technology (CITEC) bioinspirierte Algorithmen mit intelligenten technischen Systemen. Die Forschungsgruppe Nachhaltige KI untersucht, wie sich Mechanismen biologischer Nervensysteme für energieeffizientere Lernverfahren nutzen lassen. Im Verbundprojekt EVENTS wurden ereignisbasierte KI-Algorithmen für neuromorphe Systeme zur maschinellen Bildverarbeitung entwickelt. Das laufende EU-Projekt PRIMI verbindet neuromorphes Engineering und ereignisgesteuerte Informationsverarbeitung mit kognitiver Robotik. Die entstehenden Systeme sollen unter anderem in der robotergestützten Rehabilitation nach Schlaganfällen erprobt werden.

    Der Lehrstuhl für Analoge Schaltungen und Bildsensoren um Prof. Bhaskar Choubey entwickelt im eigenen Reinraum Memristoren und untersucht ihre Integration mit Siliziumschaltungen und bildgebenden Sensoren. Ziel sind stromsparende analoge Edge-AI-Systeme, die Daten bereits im Sensorumfeld verarbeiten können. Damit verbindet die Universität Siegen Material- und Bauelemententwicklung mit CMOS-Schaltungsdesign, Bildsensorik und neuromorphen Anwendungen.

    Die Stärke Nordrhein-Westfalens liegt nicht allein in einzelnen wissenschaftlichen Ergebnissen oder Unternehmensideen. Entscheidend ist die Verbindung komplementärer Kompetenzen: neue Materialien und Memristoren, Nano- und CMOS-Integration, photonische und analoge Schaltungen, Hardware-Software-Co-Design, Fertigungs- und Messtechnik sowie konkrete Anwendungen.

    Noch befinden sich viele neuromorphe Ansätze zwischen Grundlagenforschung, Demonstrator und industrieller Validierung. Welche Architekturen sich für welche Anwendungen durchsetzen werden, ist offen. Nordrhein-Westfalen besitzt jedoch gute Voraussetzungen, diesen Entwicklungsweg mitzugestalten – von der Erforschung neuer physikalischer Prinzipien bis zur Überführung in energieeffiziente KI-Hardware. Damit kann Neuromorphic Computing nicht nur zu leistungsfähigeren digitalen Systemen beitragen, sondern auch zu mehr technologischer Souveränität, nachhaltigerer Digitalisierung und neuer Wertschöpfung in NRW.

  • Themenkampagne #19: NRW baut auf High-Tech: Innovationen in der Bau- und Baustoffwirtschaft

    Themenkampagne #19: NRW baut auf High-Tech: Innovationen in der Bau- und Baustoffwirtschaft

    Die Bau- und Baustoffwirtschaft ist ein zentraler Wertschöpfungs- und Transformationsbereich Nordrhein-Westfalens. Sie schafft die Grundlagen für Wohnen, Mobilität, Energieversorgung und industrielle Infrastruktur. Zugleich steht sie vor der Aufgabe, Ressourcenverbrauch und Treibhausgasemissionen deutlich zu senken, Stoffkreisläufe zu schließen und trotz Kosten- und Fachkräftedruck produktiver, resilienter und wettbewerbsfähiger zu werden.

    Entscheidende Impulse kommen aus der High-Tech-Entwicklung: Neue Werkstoffe und ressourceneffiziente Herstellungsverfahren treffen auf Sensorik und Photonik, Mikroelektronik, Künstliche Intelligenz, Robotik, digitale Zwillinge, additive Fertigung sowie moderne Recyclingtechnologien. In ihrem Zusammenspiel ermöglichen sie emissionsärmere und leistungsfähigere Baustoffe, datenbasierte Produktions- und Bauprozesse, automatisierte Baustellen, langlebigere Infrastrukturen und neue zirkuläre Geschäftsmodelle.

    Mit dem Magazin „NRW baut auf High-Tech: Innovationen in der Bau- und Baustoffwirtschaft“ zeigen wir die technologische Kompetenz und Innovationskraft Nordrhein-Westfalens entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Materialforschung und Baustoffproduktion über Planung und Realisierung bis zu Betrieb, Rückbau und Wiederverwertung. Im Fokus stehen wegweisende Technologien, Praxisbeispiele, Forschungs- und Transferprojekte sowie erfolgreiche Kooperationen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Anwendung.

    Gesucht werden Beiträge aus NRW, die zeigen, wie Schlüsseltechnologien den Wandel zu einer ressourceneffizienten, klimaverträglichen und wettbewerbsfähigen Bauwirtschaft vorantreiben und neue Wertschöpfung ermöglichen.

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    • Themenkampagne #18: Schlüsseltechnologien für Industrial AI und Robotik in NRW

      Themenkampagne #18: Schlüsseltechnologien für Industrial AI und Robotik in NRW

      Industrial AI und Robotik sind zentrale Schlüsseltechnologien für den High-Tech- und Produktionsstandort Nordrhein-Westfalen. Sie ermöglichen effizientere, flexiblere und resilientere Prozesse, steigern Produktivität und Qualität und helfen, dem Fachkräftemangel zu begegnen.

      Ihr Potenzial entsteht durch das Zusammenspiel von KI, Sensorik, Aktorik, Edge- und Cloud-Computing, Halbleitern, Datenräumen, digitalen Zwillingen sowie moderner Kommunikations- und Automatisierungstechnik. So entstehen lernfähige Roboter, Cobots, autonome Systeme und intelligente Maschinen, die ihre Umgebung wahrnehmen, bewerten und autonom handeln.

      Mit dem Magazin „Schlüsseltechnologien für Industrial AI und Robotik“ zeigen wir die Kompetenzlandschaft in NRW – von Entwicklung und Forschung über Systemintegration bis zur industriellen Anwendung. Gesucht werden Praxisbeispiele, Forschungsprojekte, Technologien und Kooperationen aus NRW, die Innovation, Transfer und industrielle Wertschöpfung sichtbar machen.

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      • Whitepaper „Halbleiter und Mikroelektronik in NRW: Industrielle Wertschöpfung, Resilienz und Zukunftschancen“

        Whitepaper „Halbleiter und Mikroelektronik in NRW: Industrielle Wertschöpfung, Resilienz und Zukunftschancen“

        Düsseldorf, 26.06.2026 – Halbleiter sind kleinste Bausteine mit größter strategischer Wirkung. Mit der Kick-off-Veranstaltung zum Whitepaper „Halbleiter und Mikroelektronik in NRW: Industrielle Wertschöpfung, Resilienz und Zukunftschancen“ ist in Düsseldorf ein landesweiter Beteiligungsprozess zur strategischen Weiterentwicklung des Halbleiter- und Mikroelektronik-Standorts Nordrhein-Westfalen gestartet. Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat NMWP.NRW als High-Tech-Cluster des Landes mit der Erstellung des Whitepapers und der Koordination des Prozesses beauftragt.

        Mona Neubaur, Stellvertretende Ministerpräsidentin: „Halbleiter entscheiden mit darüber, ob Europa in zentralen Zukunftstechnologien handlungsfähig bleibt. Nordrhein-Westfalen hat dafür echte Stärken: eine breite industrielle Basis, exzellente Forschung, tiefe technologische Kompetenz. Was bisher fehlt, ist eine gemeinsame strategische Perspektive. Die entwickeln wir jetzt — im Dialog mit den Akteurinnen und Akteuren des Landes.”

        Beim Auftakt brachten Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Netzwerken und Politik ihre Perspektiven ein. Im Mittelpunkt standen die strategische Bedeutung von Halbleitern und Mikroelektronik für Nordrhein-Westfalen, die Stärken und Entwicklungspotenziale des Standorts sowie die Frage, wie vorhandene Kompetenzen künftig wirksamer zusammengeführt werden können.

        Nordrhein-Westfalen bringt dafür wichtige Voraussetzungen mit: eine starke industrielle Anwenderbasis, exzellente Forschungs- und Transferstrukturen sowie technologische Kompetenzen in Bereichen wie Werkstoffe, Photonik, Mikrosystemtechnik, Leistungselektronik, Sensorik, KI, Energie- und Produktionstechnologien. Die Stärke des Standorts liegt dabei nicht in einem einzelnen Schwerpunkt, sondern in der Verbindung von industrieller Breite und technologischer Tiefe. Gerade in anwendungsnahen Zukunftsfeldern wie Industrial AI, vernetzter Produktion, Energie- und Leistungselektronik, Mobilität, Kommunikationstechnologien oder sicheren digitalen Infrastrukturen kann Nordrhein-Westfalen damit zu mehr europäischer Wertschöpfung und Resilienz beitragen.

        Das Whitepaper soll in den kommenden Monaten im Dialog mit den Akteurinnen und Akteuren des Standorts entstehen. Ziel ist es, die Kompetenzen des NRW-Halbleiter- und Mikroelektronik-Ökosystems sichtbar zu machen, Stärken und Chancen zu benennen, strategische Schwerpunkte herauszuarbeiten und konkrete Handlungsperspektiven für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik abzuleiten.

        NMWP.NRW übernimmt in diesem Prozess eine koordinierende und moderierende Rolle. Als landesweit vernetztes High-Tech-Cluster führt NMWP.NRW bestehende Aktivitäten, Initiativen und Kompetenzen zusammen, identifiziert Synergien und macht gemeinsame Entwicklungsperspektiven sichtbar.

        „NMWP.NRW begleitet die High-Tech-Community in Nordrhein-Westfalen seit 2009. Halbleiter sowie Nano- und Mikroelektronik gehören seit Beginn zu den zentralen Themen unseres Netzwerks. Durch die technologischen, wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre entstehen neue Märkte, neue Wertschöpfungspotenziale und neue Anforderungen an resiliente Innovationsökosysteme. Für Nordrhein-Westfalen liegt darin eine große Chance: Wir können industrielle Anwendung, Forschung und Schlüsseltechnologien enger zusammenbringen und daraus ein starkes, anwendungsnahes Profil im Bereich Halbleiter und Mikroelektronik entwickeln. Wir freuen uns, diesen Prozess gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren des Landes zu gestalten“, sagt Dr.-Ing. Harald Cremer, Clustermanager NMWP.NRW.

        Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Transfer und regionalen Initiativen sind eingeladen, ihre Perspektiven in den weiteren Whitepaper-Prozess einzubringen.

      • Wasserstoff für den Strukturwandel in NRW

        Wasserstoff für den Strukturwandel in NRW

        In Nordrhein-Westfalen hat sich Wasserstoff längst vom Zukunftsversprechen zu einer konkreten industriepolitischen Chance entwickelt. Die aktuelle Ausgabe des NMWP.NRW-Magazins zeigt, wie politische Rahmenbedingungen, Infrastruktur und technologische Innovationen zusammenwirken, um neue Anwendungen zu ermöglichen und Wasserstoff-Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen konkret werden zu lassen.

        Im Interview mit Wirtschaftsministerin Mona Neubaur wird deutlich, wie eng Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit zusammen gedacht werden müssen. Effizienz, erneuerbare Energien und klimafreundliche Technologien sind demnach kein Kostenfaktor, sondern ein Standortvorteil – wenn Investitionen planbar werden, Regeln praxistauglich sind und Förderung gezielt ansetzt. Zugleich gilt: Wasserstoff soll dort wirken, wo er unverzichtbar ist, während in anderen Bereichen direkte Elektrifizierung schneller sein kann. Ebenso zentral ist die Rolle von Netzwerken und Clustern, die Akteure zusammenbringen und Transfer beschleunigen.

        Auch durch unsere Zusammenarbeit mit dem Wasserstoff Hub Rhein-Kreis Neuss/Rheinland e. V. setzt das Magazin genau an dieser Schnittstelle an: Dr. Stefanie Kesting (Thyssengas) beschreibt, warum der Erfolg des H₂-Kernnetzes sich an den regionalen „Abfahrten“ entscheidet – an Anschlüssen, die Wasserstoff tatsächlich zu Unternehmen bringen. Beispiele aus NRW zeigen, wie partnerschaftliches Vorgehen trotz noch offener Fragen Tempo erzeugt.

        Technologisch spannt das Magazin den Bogen vom System zur Komponente: vom Bild des Wasserstoffs als „Stütze“ eines resilienten Energiesystems bis zu konkreten Lösungen in Sensorik, Sicherheitstechnik und Verbrennung, in Schichten und Beschichtungen für Elektrolyse und Brennstoffzellen sowie in materialwissenschaftlichen Fragen der „Wasserstoff-Tauglichkeit“. Damit wird greifbar, wie Nano- und Mikrotechnologien, neue Werkstoffe und Photonik direkt zu Skalierung und Industrieeinsatz beitragen.

        Auch die Umsetzungsperspektive wird beleuchtet: Das Projekt H2HS in Heinsberg illustriert regionale, integrierte Wertschöpfung von Erzeugung über Speicherung bis zur Anwendung im Verkehr – skalierbar und anschlussfähig für weitere Sektoren. Weitere Beiträge zeigen: Der Hochlauf scheitert nicht an Ideen, sondern an der Herausforderung, Technologie in Serie und Infrastruktur in die Fläche zu bringen.

        Das NMWP.NRW-Magazin #17 versteht sich als Einladung: zum Mitdenken, zum Vernetzen und vor allem zum Umsetzen. Nordrhein-Westfalen bringt industrielle Dichte, Forschung und Innovationskultur mit, um Wasserstoff-Wertschöpfungsketten aufzubauen und Strukturwandel als Chance zu gestalten.

      • 28.-29.09.2027 – 12. NRW Nano-Konferenz

        28.-29.09.2027 – 12. NRW Nano-Konferenz

        Die 12. NRW Nano-Konferenz bringt am Dienstag, 28. September, und Mittwoch, 29. September 2027, erneut Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Anwendung zusammen. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen, innovative Anwendungen und neue Impulse rund um Nanotechnologie, Materialien und Hightech-Innovationen in NRW und darüber hinaus.

        Weitere Informationen folgen in Kürze online: https://www.nanoconference.de

      • Schlüsseltechnologien aus NRW für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

        Schlüsseltechnologien aus NRW für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

        Die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie begleitet den Cluster NMWP.NRW schon seit vielen Jahren als wichtiges Anwendungsfeld unserer Schlüsseltechnologien – Nanotechnologie, Nano- und Mikrosystemtechnik, Innovative Materialien und Photonik. Ähnlich wie die Automobilindustrie, die Medizintechnik oder AeroSpace ist auch dieses Feld eng mit den technologischen Entwicklungen unserer Community verwoben.

        Als wir uns entschieden haben, der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in unserer Arbeit einen sichtbaren Schwerpunkt zu geben, hat uns die Resonanz dennoch überrascht. Trotz der hohen ökonomischen Relevanz des Themenfeldes in Nordrhein-Westfalen war die Dynamik unerwartet: Der gemeinsam mit AeroSpace.NRW und Rheinmetall Aviation Services veranstaltete Themenabend „High-Tech Produktion und innovative Materialien für die Luftfahrt“ im April 2024 war bereits nach zwei Tagen ausgebucht – ebenso wie die Folgeveranstaltung „High-Tech aus NRW für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie“ im Februar 2025.

        Dieses Magazin greift diese Dynamik auf und stellt exemplarische Entwicklungen vor, die die Leistungsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Industrie unterstreichen. So zeigen Beiträge zur industriellen Computertomographie, wie zerstörungsfreie Prüfverfahren höchste Qualitätsanforderungen in der Verteidigung erfüllen können. Drohnentechno-logien aus Arnsberg verdeutlichen die Rolle modularer, leichter Systeme für Aufklärung und Katastrophenschutz. Textile Innovationen wie metallbeschichtete Fasern eröffnen neue Möglichkeiten für Schutz und Resilienz in Raumfahrt und Verteidigung. Auch Carbonfaser-Ansätze für nachhaltige Hochleistungswerkstoffe, Keramiken zum Personen-schutz oder die systematische Test- und Evaluationsinfrastruktur im elektromagnetischen Kampf illustrieren, wie breit und anwendungsnah die NRW-Kompetenzen sind.

        Neben diesen technologischen Einblicken möchten wir besonders auf zwei Interviews hinweisen, die den strategischen Rahmen verdeutlichen: Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, beschreibt die Verantwortung und Chancen, die NRW in einem sich wandelnden sicherheitspolitischen Umfeld hat. Dr. Hans C. Atz-podien, Hauptgeschäftsführer des BDSV, zeigt auf, wie mittelständische Unternehmen in Nordrhein-Westfalen ihre Kompetenzen in die Wertschöpfungsketten der Verteidigungsindustrie einbringen und so Europas Wehrfähigkeit stärken können.

        Das aktuelle NMWP.NRW-Magazin macht deutlich: NRW verfügt nicht nur über technologische Exzellenz, sondern auch über eine einzigartige Struktur aus Großunternehmen, Mittelstand und Forschung, die gemeinsam an Lösungen für die Zukunft arbeiten. Unser Ziel ist es, diese Innovationskraft sichtbar zu machen und die Brücke zwischen Technologieentwicklung und sicherheitsrelevanter Anwendung weiter auszubauen.

      • 25.-26. 05. 2027 – AMTD | Aachener Manufacturing Technology Days 2027

        25.-26. 05. 2027 – AMTD | Aachener Manufacturing Technology Days 2027

        Die AMTD 2027 finden am 25. / 26. Mai 2027 am MTI der RWTH Aachen statt!

        TRANSFORMATION THROUGH MANUFACTURING INNOVATION – BEI DEN AACHENER MANUFACTURING TECHNOLOGY DAYS!

        Fertigung ist der Motor der Innovation

        Nur wenn eine Idee den Weg von Forschung und Entwicklung in die Fertigung findet – und zwar im richtigen Moment – kann sie sich am Markt behaupten. In Zeiten globaler Umbrüche und dynamischer Märkte entscheidet genau das über die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit unserer Unternehmen.

        Doch technologische Exzellenz allein reicht heute nicht mehr aus.
        Es braucht Mut, Weitblick und den Willen, gemeinsam zukunftssichere Lösungen für die Fertigung von morgen zu gestalten. Neue Wege entstehen, wenn starke Partner gemeinsam über Branchen, Disziplinen und Grenzen hinausdenken.

        Strukturmerkmal für Zukunftsfähigkeit

        Die Aachener Manufacturing Technology Days (AMTD) schaffen Raum für genau diesen Austausch.
        Ein lebendiges Forum für Entscheider:innen aus Industrie, Forschung und Politik, die die Zukunft der Fertigungstechnik aktiv gestalten wollen und dabei auf Deep Tech, strategische Partnerschaften und nachhaltige Innovationsimpulse zurückgreifen möchten. 

        Im Fokus stehen Fertigungstechnologien als Strukturmerkmal für zukunftsfähige Produktion in den Schlüsselbranchen Aviation, Energy, Automotive und Defense.

        Deep Tech trifft Industrie auf den ATMD 2026

        Die Aachener Manufacturing Technology Days 2026 widmen sich der Ausrichtung von Fertigungstechnologie für die Industrie von morgen. Besonderes Augenmerkt liegt auf Markt- und Produktperspektiven für zukunftsfähige Technologien. Hier treffen die führenden Köpfe aus Industrie und Wissenschaft aufeinander, um die Anforderungen für die Zukunft der Fertigungstechnik zu diskutieren, zu gestalten und zu lenken, um Innovationen nicht nur zu ermöglichen, sondern konkret in die Produktion zu überführen.

        Veranstaltungsort:

        Maschinenhalle des MTI der RWTH Aachen – Tor 6
        Steinbachstraße 21d
        52074 Aachen
        Deutschland

      • 08.10.2026 – Innovationskongress NRW 2026

        08.10.2026 – Innovationskongress NRW 2026

        Gemeinsam Innovation gestalten

        Der Innovationskongress richtet sich an Akteurinnen und Akteure des Innovationsökosystems NRW sowie an jene, die sich für den Innovationsstandort interessieren.

        Dazu gehören Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft (sowohl global agierende Konzerne als auch der Mittelstand und Start-ups), der Wissenschaft (Hochschulen und Forschungseinrichtungen), von Intermediären (bspw. Innovationsförderagenturen, Cluster, Netzwerke, Organisationen der Wirtschaftsförderung, Kammern) und der Politik. Er dient als Plattform zur Vernetzung und bietet die Möglichkeit zum Austausch über aktuelle Fragen des Innovationsstandorts.

        Während der Veranstaltung haben Sie neben der Teilnahme an Workshops in sechs Themenhubs zudem die Möglichkeit, an den Infoständen mit den Experten vor Ort in direkten Austausch zu treten und mehr über innovative Projekte, Technologien und Partnerschaften in der Region zu erfahren.

        Den krönenden Abschluss des Innovationskongresses bildet die feierliche Verleihung des Innovationspreises NRW 2026. Dieser Preis würdigt Menschen mit herausragenden Innovationen, die einen bedeutenden Beitrag zur technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes leisten. Seien Sie Teil dieses besonderen Moments und erleben Sie, wer in diesem Jahr die begehrteste Auszeichnung für Innovationen in NRW erhält.

        Weitere Informationen zum Innovationskongress sowie die Möglichkeit der Anmeldung finden Sie online unter https://innovation.nrw/innovationskongress/ueberblick

      • Future of Computing

        Future of Computing

        In unserer immer komplexer werdenden Welt ist es die Digitalisierung, die uns wichtige Unterstützung bietet – von den zahllosen Helferlein im täglichen Leben bis hin zu hochkomplexen Recheninfrastrukturen. Betrachtet man die Digitalisierung genau, muss zwischen der Software und der Hardware unterschieden werden. So spielt innovative Hardware eine zentrale Rolle, denn durch sie werden viele Anwendungen wie Künstliche Intelligenz und Machine Learning überhaupt erst möglich. Mittels disruptiver Ansätze in der Computerhardware stärken wir unsere internationale Position als Innovationsstandort und heben so Marktpotentiale auf nationaler, europäischer oder globaler Ebene. Denn: Wenn man Daten und Software als Öl betrachten würde, sind innovative Computerarchitekturen die Fördertürme.

        Bei innovativen Computerarchitekturen sind Schlüsseltechnologien wie die Nanotechnologie, die Nano- und Mikrosystemtechnik, die innovativen Materialien und die Photonik von zentraler Bedeutung. Diese liefern wichtige Impulse entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von neuen 2D-Materialien und photonischen Komponenten über entsprechende Produktionsprozesse wie der Elektronenstrahl-Lithografie bis hin zu kompletten Systemen wie Neuromorphe Chips. Insbesondere Schlüsseltechnologien aus Nordrhein-Westfalen leisten gleich auf verschiedensten Ebenen im Bereich der Nano- und Mikrosystemtechnik einen elementaren Beitrag zur Steigerung der Ressourceneffizienz, der Energieeinsparung sowie der Defossilisierung und der Resilienz. Hardware und Software sind so gemeinsam die treibenden Kräfte hinter den Fortschritten, die wir beispielsweise in Bereichen wie Gesundheitswesen, Bildung, Energie, Transport, Logistik, aber auch der Steigerung der Widerstandsfähigkeit kritischer Bereiche unserer Wirtschaft und Infrastrukturen sehen.

        In Nordrhein-Westfalen gibt es bemerkenswerte wirtschaftliche und wissenschaftliche Aktivitäten in den Bereichen Neuromorphes Computing, High-Performance Computing und Modulares Supercomputing sowie Edge-Computing und Quantencomputing. Diese innovativen Technologien und Hardwareinnovationen entstehen – neben der Ausbildung von hochqualifizierten Fachkräften – in einem gut funktionierenden und gut vernetzten Ökosystem aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

        Im Gespräch mit NMWP.NRW hat Frau Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen unserer Wirtschafts- und Wissenschaftslandschaft ein hohes Innovationspotential attestiert. Gerade die hohe Dichte an exzellenter Forschung liefert mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und wirtschaftlich erfolgreichen Spin-offs international wichtige Impulse.

        Sie sehen – für „Future of Computing“ sind Schlüsseltechnologien wie die Nano- und Mikrosystemtechnik, die innovativen Materialien und die Photonik wichtige Enabler. Die Querschnittstechnologien sind unsere täglichen Begleiter und Unterstützer. Sie werden in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, leisten aber unverzichtbare Bei-träge, um unser Leben zu verbessern und die Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Wir möchten Ihnen mit diesem Magazin Einblicke in einige Aktivitäten und innovative Impulse aus NRW bieten.