Autor: hgkoester

  • Schlüsseltechnologien im Automobil der Zukunft

    Schlüsseltechnologien im Automobil der Zukunft

    Die Automobilbranche wandelt sich aktuell fundamental. Auch wenn dieser Wandel gesamte Wertschöpfungsketten – vom Automobilhersteller über die Zuliefererindustrie bis hin zur Materialforschung – vor grundsätzliche Herausforderungen stellt, bietet er auch eine Vielzahl an Chancen. Und wie in nahezu allen Märkten bieten die Schlüsseltechnologien auch hier elementare Lösungsansätze in verschiedensten Bereichen. Um einige Beispiele innovativer Impulse für die Mobilitätswende aufzuzeigen, hat sich der Cluster NanoMikroWerkstoffePhotonik.NRW dazu entschlossen, gemeinsam mit dem Cluster automotiveland.NRW ein Magazin dem Thema „Schlüsseltechnologien im Automobil der Zukunft“ zu widmen. Das Feedback aus der High-Tech-Community NRWs war derart groß, dass wir nur einige Beispiele aufnehmen und nicht die komplette Bandbreite abdecken können. Dennoch sind wir überzeugt, dass wir auch für Sie ein paar spannende Entwicklungen finden konnten.

    Eine der Schlüsseltechnologien ist zum Beispiel die Digitalisierung als wichtiges und universelles Werkzeug unserer Zeit. Soft- und Hardware unterstützt – in der Digitalisierung vereint – unsere Wirtschaft nicht nur im Bereich Produktion, sondern zukünftig auch in Planungs- und Management-Prozessen immer stärker. Das Automobil der Zukunft soll nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch intelligenter werden. Die Sensorik, welche uns schon heute in Fahrerassistenzsystemen unterstützt, wird zukünftig das autonome Fahren ermöglichen. Dadurch steigt jedoch der Gesamtbedarf an Halbleitern im Automobil, da neben der Sensorik und den Aktoren eine gute Konnektivität zur Außenwelt und die Möglichkeit zur Kommunikation und Unterhaltung immer mehr zur Kaufentscheidung beitragen werden. Lesen Sie hierzu das Interview mit Prof. Dr.-Ing. Peter Burggräf, Lehrstuhlinhaber International Production Engineering and Management IPEM, Universität Siegen.

    Neben Digitalisierung und Sensorik sind Werkstoffinnovationen ein zentrales Thema in der Wirtschaft. Denn 70 Prozent aller technischen Innovationen in Deutschland beruhen auf Werkstoffinnovationen. Innovative Werkstoffe und Materialien sind eng mit neuen Produktionsprozessen verbunden. Auch hier ist die Geschwindigkeit beeindruckend, mit der Bauteile performanter, aber auch leichter werden. Der 3D-Druck oder auch individuell geformte, funktionalisierte Glasflächen halten durch innovative Ansätze Einzug in die Serienproduktion. Ohne Werkstoffinnovationen ist die für die Elektromobilität notwendige Energiedichte bei Akkus nicht erreichbar. Aber auch das Recycling darf nicht außer Acht gelassen werden, um die Ressourceneffizienz, aber auch die Resilienz der Wirtschaft NRWs zu steigern. Hier sind wir stolz, Ihnen mit dem Batterie-Recycler „cylib“ den Gewinner des diesjährigen Innovationspreis NRW aus Aachen in diesem Magazin vorstellen zu können.

    Im Gespräch mit NMWP.NRW und automotiveland.nrw hat Frau Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen unserer Wirtschafts- und Wissenschaftslandschaft ein hohes Innovationspotential attestiert. Für eine nachhaltige Mobilität brauchen wir saubere Autos, und die Schlüsseltechnologien sind hierfür unverzichtbar. Wichtig ist der NRW-Wirtschaftsministerin dabei, dass wir die Kompetenzen für diese Schlüsseltechnologien in Nordrhein-Westfalen haben und weiterentwickeln.

    Sie sehen – Schlüsseltechnologien wie die Nano- und Mikrosystemtechnik, die innovativen Materialien und die Photonik sind wichtige Enabler für das Automobil der Zukunft. Sie werden in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, leisten aber unverzichtbare Beiträge, um unser Leben zu verbessern und die Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Wir möchten Ihnen mit diesem Magazin Einblicke in einige Aktivitäten und innovative Impulse aus NRW bieten.

  • Photonik aus NRW

    Photonik aus NRW

    Die Photonik ist nicht nur eine der ältesten Schlüsseltechnologien überhaupt, sie liefert bis heute immer wieder hochaktuelle Impulse und Innovationen in nahezu allen Anwendungsfeldern und Megamärkten. So gibt es heute kaum ein High-Tech-Produkt, welches in seinem Entstehungsprozess nicht mindestens einmal mit einem Laser bearbeitet wurde. Moderne Chips sind ohne optische Technologien nicht herstellbar und mittels „Laser Powder Bed Fusion“ können selbst kleinste Strukturen mit maximaler Effizienz 3D-gedruckt werden. Auch schnelle Datenverbindungen, wie sie für die Digitalisierung notwendig sind, sind ohne die Photonik nicht möglich.

    Die Marktposition von Europas Photonik-Industrie ist weltweit Platz Zwei nach China. Auch in Deutschland befindet sich die Photonik-Industrie auf einem starken Wachstumskurs. Mit etwa 1.000 Herstellern von photonischen Komponenten, 161.000 Arbeitnehmern und einem Jahresumsatz von etwa 40 Milliarden Euro macht dieser Wirtschaftszweig Deutschlands insgesamt rund vierzig Prozent des gesamten Europa-Geschäfts aus.

    Auch NRW als wichtiger High-Tech-Standort Deutschlands ist im Bereich der Photonik exzellent aufgestellt. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, diese Ausgabe unseres NMWP-Magazins zu nutzen, um die Bandbreite der Photonik aus NRW an einigen Beispielen aufzuzeigen. Seien es innovative Lösungen zur Sicherung grüner Energie durch effiziente Wasserstoffproduktion oder nachhaltige Ressourcenschonung durch neue, laserbasierte Produktionsverfahren mittels KI und neuronalen Netzen. Hochauflösendes 3D-Sensing findet Einsatz in der Qualitätskontrolle, im Gesundheitswesen oder beim autonomen Fahren. Darüber hinaus dient Photonik als Alternative für die Miniaturisierung in der Chipindustrie. Die exzellente Forschungslandschaft Nordrhein-Westfalens und die zahlreichen innovativen Unternehmen sind der Motor für innovative Lösungsansätze „made in NRW“. Das macht die Photonik für uns zu einem wichtigen Standbein zur Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand.

    In unserem Interview gibt Dr. Lutz Aschke, Präsident von Photonics21, interessante Einblicke und persönliche Einschätzungen mit Blick auf die Photonik in Europa und Deutschland sowie auf die Herausforderung, vor denen Unternehmen aktuell durch die geopolitischen Entwicklungen stehen. Dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und ein wachstumsförderndes Umfeld für Start-ups zu schaffen sind weitere wichtige Bereiche, in denen Netzwerke wie Photonics21 und NMWP.NRW aktiv sind.

  • Schlüsseltechnologien aus NRW als Enabler für zukünftige Digital- und Computing-Konzepte

    Schlüsseltechnologien aus NRW als Enabler für zukünftige Digital- und Computing-Konzepte

    Die Digitalisierung ist ein wichtiges und universelles Werkzeug zur Lösung verschiedenster Herausforderungen unserer Zeit. Dabei geht es nicht nur um Software, sondern auch um innovative Hardwarekonzepte mit deutlich gesteigerter Leistungsfähigkeit. Diese ermöglichen uns immer komplexere Probleme und Fragestellungen zu lösen. So leisten Software und Hardware – in der Digitalisierung vereint – grundlegende und wichtige Beiträge in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Auch liefern Sie innovative Impulse auf globaler Ebene zu grenzüberschreitenden Problemen. Wir als NMWP.NRW fokussieren uns dabei insbesondere auf innovative Hardware und moderne Elektronik. Gerade NRW als High-Tech-Standort gestaltet mit seiner umfassenden wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Expertise im Kontext der Hardware die globale wirtschaftliche Transformation maßgeblich mit.

    So bieten zum Beispiel neue Architekturen in der Chipentwicklung auf RISC-V Basis, auf europäischer Ebene neuartige Ansätze für KI-basierte Sensorik. Quantencomputing und Neuromorphe Chips werden durch deutlich gesteigerte Rechenkapazität bei gleichzeitig reduziertem Energiebedarf neue Anwendungsgebiete für Künstliche Intelligenz ermöglichen. Dies wird zu Innovationen in sämtlichen Industriebereichen führen und damit Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Wohlstand in NRW sichern.

    Die Digitalisierung dringt in immer weitere Bereiche unseres Lebens vor. Nicht nur in der Logistik oder als Sensorik für Predictive Maintaineance, sondern auch in medizinischen Wearables leisten modernste Prozessoren einen Beitrag zur Gesundheitsüberwachung und damit zu mehr Wohlbefinden und einem gesünderen Leben. Ebenso bietet die Sensorik in Verbindung mit effizienten Chips Einblicke bzw. den Überblick zur Gestaltung nachhaltiger Städte bzw. die Steigerung landwirtschaftlicher Erträge. Hier liegt großes Potential bei der Bekämpfung von globalen Herausforderungen wie Armut oder Hunger, ebenso wie bei der Verringerung von Umweltbelastung. Die großen Mengen an Daten, die so gesammelt und verarbeitet werden, werden dank der THz-Photonik mit 6G deutlich schneller versendet. So rücken Wirtschaftsstandorte und Menschen näher zusammen.

    Der Digitale Zwilling bietet als digitales Abbild, zum Beispiel von Produktionsstraßen, Einblicke in Prozesse mit höchster Auflösung. So werden Optimierungspotentiale sichtbar und Veränderungen in Prozessen können simuliert werden. Last but not least bietet in Zukunft das Quantencomputing Lösungen für aktuell nicht lösbare Fragestellungen, zum Beispiel im Bereich der Prozessoptimierung oder der Materialoptimierung.

    Sie sehen – Schlüsseltechnologien wie die Nano- und Mikrosystemtechnik, die innovativen Materialien, die Photonik und die Quantentechnologien sind wichtige Hardware-Enabler für zukünftige Digital- und Computing-Konzepte. Sie werden in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, leisten aber unverzichtbare Beiträge um unser Leben zu verbessern und die Wirtschaft zu stärken. Wir möchten mit dem aktuellen Magazin einen kleinen Einblick in einige Aktivitäten und Beiträge dieser Themenfelder aus NRW bieten.

  • Schlüsseltechnologien in der Kreislaufwirtschaft NRWs

    Schlüsseltechnologien in der Kreislaufwirtschaft NRWs

    „Wir fördern die Kreislaufwirtschaft als effektiven Klima- und Ressourcen-schutz, Chance für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Arbeitsplätze.“ So lautet das Commitment der neuen Bundesregierung zu diesem wichtigen Themenfeld im aktuellen Koalitionsvertrag.

    Doch nicht nur im Koalitionsvertrag der Bundesregierung, auch in der neuen Innovationsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen werden „Innovative Prozesse, Fertigungsverfahren, alternative Materialien, Produkte und Dienstleistungen für mehr Ressourceneffizienz und -effektivität sowie verbesserte Zirkularität bzw. Kreislauffähigkeit (langlebig, robust, reparierbar, modular, schadstofffrei, sortenrein, recyclingfähig)“ als wichtige Faktoren genannt.

    Insbesondere die Entwicklungen im vom Cluster NanoMikroWerkstoffePhotonik.NRW adressierten Bereich der Neuen Materialien und Werkstoffe, aber auch in den Schlüsseltechnologien Nanotechnologie, Mikrosystemtechnik und der Photonik sowie den digitalen Technologien wie Quantencomputing, neuromorphes Computing oder Digitale Zwillinge liefern wichtige Impulse aus Nordrhein-Westfalen. Damit werden sie zu einem wichtigen Enabler für die Weiterentwicklung der weltweit weitestgehend linear aufgebauten Wirtschaftssysteme hin zur Circular Economy. Im Kontext einer nachhaltigen Mobilität kommt dabei zum Beispiel den Themenbereichen Batterieherstellung und -recycling, Leichtbau sowie saubere Energiegewinnung eine zentrale Rolle zu.

    Die Entwicklung in Richtung Kreislaufwirtschaft ist wichtig für nahezu alle Industriezweige, gerade in NRW als einem der wichtigsten Werkstoff- und High-Tech-Hotspots Europas. Die Corona-Pandemie, aber auch die Havarie des Frachters „Ever Given“ im März 2021 haben gezeigt, wie stark die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten ist. Diese wurden durcheinandergewirbelt und sind teilweise zum Erliegen gekommen. Die Folge sind Lieferengpässe und massive Preissteigerungen bei Rohstoffen wie Silizium oder Aluminium, die auch im B2B und B2C Geschäft spürbar sind und unsere wirtschaftliche Entwicklung, aber auch Innovationsprozesse in NRW, Deutschland und Europa gefährden. Mit wettbewerbsfähigen Materialkreisläufen könnten diese Effekte deutlich abgefedert werden.

    Auch Professor Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen betont im Interview in dieser Ausgabe des NMWP-Magazins: „Auch wenn viele Preissteigerungen nur Momentaufnahmen sind, steht fest: Viele Rohstoffe bleiben auf absehbare Zeit erstmal knapp, weil Förderkapazitäten nicht so schnell erschlossen werden können oder erschöpft sind. Der Trend geht daher klar zu deutlich höheren Preisen. Dies erhöht die Notwendigkeit und die Rentabilität der Circular Economy umso mehr, wie auch eine aktuelle Studie belegt, die das RWI für uns erstellt hat. Die Pandemie ist sicherlich ein starker Beschleuniger für diesen Effekt gewesen, aber nicht die einzige Ursache.“

    Aus diesem Grund hat die Kreislaufwirtschaft in der Industrie so einen hohen Stellenwert: Neben dem Klima- und Ressourcenschutz kann eine gewisse Unabhängigkeit von internationalen Märkten und Stabilität in der eigenen Wirtschaftsentwicklung erreicht werden.

    Doch die Herausforderungen, die die Kreislaufwirtschaft stellt, sind vielschichtiger. Nicht nur, dass das Thema bei der Umsetzung interdisziplinäre Teams erfordert, ein grundlegendes Umdenken ist erforderlich. Nicht nur in der Industrie, sondern ebenso in der Gesellschaft.

  • HIGH-TECH.NRW

    HIGH-TECH.NRW

    Nordrhein-Westfalen leistet als wichtigste Material- und High-Tech-Region Deutschlands einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Europäischen Union in sämtlichen wichtigen Märkten. Dies gelingt jedoch nur, wenn Wirtschaft und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen kontinuierlich und Hand in Hand neue, innovative Technologien, Produkte und Services entwickeln, die nicht nur unsere Zukunft sichern und verbessern, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur Begegnung der großen globalen Herausforderungen, wie zum Beispiel dem Klimawandel oder auch dem gesellschaftlichen Wandel leisten. Dafür braucht es aber langen Atem, da High-Tech-Innovationen oft mit hohem Risiko, hohem Aufwand und hohem Kapitaleinsatz verbunden sind. Wenn ich etwas absolut Neues entwickle, besteht dafür oftmals der Markt noch nicht – weil es noch nichts Vergleichbares gibt. Dementsprechend sind es oft die Start-ups, die den Grundstein für solche Innovationen legen wo deren Gründerinnen und Gründer mit Idealismus und Kreativität dafür brennen, ihre Idee zum Erfolg zu führen. Für sie steht die (Weiter-)entwicklung der Innovation im absoluten Mittelpunkt.

    Der Landescluster NanoMikroWerkstoffePhotonik.NRW hat den wertvollen Beitrag, den Gründerinnen und Gründer für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum der nordrhein-westfälischen Wirtschaft bieten, früh erkannt und sich von Anfang an speziell für Start-ups im Bereich High-Tech eingesetzt. Im Mittelpunkt stehen hierbei nicht primär die finanzielle Unterstützung oder das Bereitstellen von technischer Infrastruktur, denn dies erfahren Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer durch spezielle Förderprogramme wie z.B. Exist, Gründerstipendien oder START-UP TRANSFER.NRW, beziehungsweise den Zugang zu technischer Infrastruktur durch Universitäten. Was diesen kreativen Köpfen jedoch oft fehlt, ist der Zugang zu den Märkten und Erfahrung im Aufbau von marktfähigen Produktionsprozessen. Offener Austausch mit Mentoren, gestandenen Unternehmerinnen und Unternehmern im High-Tech Bereich, der Zugang zu Pilotkunden und der Kontakt zu möglichen Investoren eröffnen gänzlich neue Perspektiven – und eine neue Welt, in der man sich erstmal zurechtfinden muss. Diese ersten Schritte in die Wirtschaft sind oftmals die wichtigsten – sie sind maßgeblich verantwortlich für Erfolg oder Misserfolg des jungen Unternehmens. Aus genau diesem Grund hat sich der Cluster NMWP.NRW auf die Unterstützung in dieser Phase der Gründungen spezialisiert.

    Auch wenn das Thema für uns also nichts Neues ist, war es die PilotAction des Interreg Europe-Projekts „STEPHANIE“, die mit dem Accelerator „HIGH-TECH.NRW“ diese Aktivitäten auf ein neues Level gehoben hat – mit vollem Erfolg. Das Feedback von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ebenso wie das der involvierten Start-ups war äußerst positiv, sodass wir uns entschlossen haben, Ihnen mit dem aktuellen NMWP-Magazin einen Einblick in den Accelerator zu geben – und Ihnen vor allem die hoch-innovativen, jungen Unternehmen vorzustellen.

  • Leichtbau aus NRW

    Leichtbau aus NRW

    Generell spielt der Leichtbau in Nordrhein-Westfalen seit jeher eine wichtige Rolle und die Expertise unserer Industrie und Forschung auf dem Gebiet ist international anerkannt. Unsere Spitzenposition und Erfolge sind aber keine Selbstverständlichkeit. Technologietransfer und das „I“ in F&E&I-Aktivitäten – die Innovation – sind ganz wichtige Faktoren.

    „Der Leichtbau gehört zu den Game-Changer-Technologien des 21. Jahrhunderts“, proklamierte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nicht zu Unrecht, schaut man sich die großen Innovationen in unzähligen Anwendungsbereichen dieser Technologie an, die für uns seit mehr als 10 Jahren ein wichtiger Bestandteil unserer Clusterarbeit ist. Die Steigerung des Wachstums und der Wettbewerbsfähigkeit steht beim modernen Leichtbau ebenso im Fokus, wie eine Sicherung des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit sowie der Steigerung der Ressourceneffizienz und der Kreislaufwirtschaft. Im Technologietransfer-Programm Leichtbau (TTP LB) wurde der Beitrag von Nordrhein-Westfalen als Deutschlands Werkstoffland Nr. 1 im Kontext bundesweiter Innovationsaktivitäten deutlich. Es konnten im Cluster NMWP.NRW und durch die Netzwerkaktivitäten zahlreiche Innovationsprojektideen für das TTP LB entwickelt und eingereicht werden.

    Ein „lebendiges und vielgestaltiges Innovationsgeschehen“ attestierte auch der kürzlich veröffentlichte „Innovationsbericht Nordrhein-Westfalen“. Hier freut es uns als Landescluster NMWP.NRW und Koordinierungsstelle Quantentechnologien des Landes Nordrhein-Westfalen besonders, dass Schlüsseltechnologien wie Leichtbau, Nanotechnologie, Materialien/Werkstoffe, Photonik und Quantentechnologie zu den im Innovationsbericht identifizierten Zukunftsfeldern zählen. Nicht genug damit, Innovationen in nahezu allen weiteren Zukunftsfeldern, wie zum Beispiel Energie(technik), IKT, Intelligente Produktionstechnologien, Medizintechnik, Umwelttechnik, usw. sind als Anwendungsfelder eng mit den Schlüsseltechnologien verknüpft. Sie sehen, die Schlüsseltechnologien Nanotechnologie, Mikrosystemtechnik, Neue Werkstoffe, Photonik und Quantentechnologien spielen eine große Rolle in NRW!

    Professor Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, sagte in unserem Interview: „Wir brauchen die innovativen Köpfe, die innovativen Unter-nehmen.“ Als Clustermanager NMWP.NRW bin ich der Überzeugung, dass Nordrhein-Westfalen bis heute mit vielen spannenden wie innovativen Lösungen bereits einen großen Beitrag zum Leichtbau geleistet hat, und auch in Zukunft noch leisten wird. Um einen kleinen Blick auf die vielfältigen Beiträge der Clusterakteure im Leichtbau zu geben, haben wir in diesem Magazin bewusst darauf geachtet, dass insbesondere die „Hidden Champions“ zu Wort kommen.

  • Quantentechnologien in NRW

    Quantentechnologien in NRW

    Im vergangenen Jahr hat der Cluster NanoMikroWerkstoffePhotonik.NRW sein zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Mit dem hohen Stellenwert der Innovation für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Wirtschaft im Blick, haben wir früh den großen Beschleunigungseffekt der Schlüsseltechnologien in diesem Kontext erkannt. Daher war es vom ersten Tag an unser Ziel, ein gutes Umfeld für High-Tech Innovationen zu schaffen und diese in am Markt erfolgreiche Produkte zu transferieren.

    Bis heute gelingt es uns, wichtige Trends und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und aufkommende neue Technologien und deren Weiterentwicklung von Anfang an zu unterstützen. So wurde – als Teil des Clusters NMWP.NRW – Anfang 2019 die Koordinierungsstelle Quantentechnologien.NRW (QT.NMWP.NRW) zur Stärkung und Bündelung sämtlicher NRW-Aktivitäten im Bereich der Quantentechnologien ins Leben gerufen. Dies ist ein wichtiger Meilenstein unserer Arbeit, da die Quantentechnologien eine ebenso wichtige wie logische Ergänzung unseres Technologieportfolios darstellen und NRW einer der wichtigsten QT-Standorte Europas ist. Um Ihnen einen Einblick in die bereits heute vorhandene exzellente Expertise der Wirtschaft und Wissenschaft NRWs in diesen Bereichen zu geben und nicht zuletzt auch Inspiration für Ihre eigene Nutzung der Quantentechnologien zu bieten, haben wir das aktuelle NMWP Magazin ganz diesem spannenden Themenfeld gewidmet.

    Ein Veranstaltungs-Highlight wird dieses Jahr die am 29. und 30. Oktober in Münster stattfindende 9. NRW Nano-Konferenz sein. Auch dieses Jahr werden wieder zahlreiche internationale Expertinnen und Experten über aktuelle Entwicklungen und Potenziale der Nanotechnologien und Neuen Materialien sowie deren Anwendungsfelder diskutieren. Detailliertere Informationen hierzu erhalten Sie in Kürze.

    Im Bereich der Schlüsseltechnologie-Anwendungen haben wir 2019 einen starken Fokus auf den Bereich „Leichtbau“, zum Beispiel für automobile Anwendungen, gelegt. Mit dem Ziel, CO2 einzusparen, müssen Automobile leichter und Produktionsprozesse effizienter und ressourcenschonender werden. Um eine Bestandsaufnahme und Bedarfs-analyse aus der Wirtschaft zu erhalten, haben wir einen Strategieworkshop mit wichtigen Industrievertretern aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen inmitten alter Boliden im Meilenwerk in Düsseldorf gehalten. Diese Ergebnisse und Bedarfe wurden auch in „Richtung Berlin“ gesendet, wo gerade das BMWI das zukünftige Förderinstrument „Technologietransferprogramm Leichtbau“ aufbaut. Auch hierbei hat sich NMWP.NRW aktiv in die Genese des fast 300 Mio. Euro großen Förderprogramms eingebracht. Dass sich nicht nur die Automobilbranche, sondern auch die Luftfahrtindustrie im Wandel befindet, hat das große Interesse an unserem zweiten anwendungsbezogenen ImpulsWorkshop „Innovationen und Technologien für die Luftfahrtindustrie“ gezeigt. Gut einhundert Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten im Dezember 2019 über Potenziale, Risiken und Zukunftschancen für NRW in der Luftfahrt. Auch hier zeigte sich, dass bereits viele spannende Entwicklungen begonnen haben, die wir auch in diesem Jahr weiter begleiten werden.

    2020 verspricht ein spannendes und innovatives Jahr zu werden, denn auch das Thema Strukturwandel im Rheinischen Revier konkretisiert sich weiter. Bis 2038 sollen ca. 15 Mrd. Euro investiert werden, um einerseits die Stromversorgung zu sichern und andererseits auch zukünftig wegfallende Arbeitsplätze durch neue zu ersetzen. Das erfreuliche dabei, die Schlüsseltechnologien werden hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. So hat sich der Cluster NMWP.NRW bereits frühzeitig in den Entwicklungsprozess des „Wirtschafts- und Strukturprogramms 1.0“ eingebracht und die wirtschaftlichen Chancen und Potenziale der Schlüsseltechnologien aufgezeigt. Nicht zuletzt durch das Feedback vieler Akteure unseres Netzwerks konnten wir eine Vielzahl von Impulsen liefern, welche sich heute im Wirtschafts- und Strukturprogramm 1.0 wiederfinden. Gestalten Sie mit uns gemeinsam die Zukunft in NRW und im rheinischen Revier.

  • From lab to fab

    From lab to fab

    Innovationen sind der zentrale Motor unserer Wirtschaft. Gerade für ein Industrieland wie Nordrhein-Westfalen mit einem so wichtigen Schwerpunkt wie dem Bereich der Neuen Materialien ist es wichtig, mit neuen Produkten jeden Tag aufs Neue die aktuelle Position im internationalen Vergleich zu halten oder – besser noch – zu stärken. Als wichtiger Enabler für Innovation leisten Neue Materialien, aber auch andere Querschnittstechnologien wie die Nanotechnologie, die Mikrosystemtechnik und die Photonik wertvolle Beiträge bei der Bewältigung globaler Herausforderungen und der Entwicklung neuer Technologien und Anwendungen für innovative, am Markt erfolgreiche Produkte.

    Forschungs- und Entwicklungs-Infrastrukturen leisten – insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Start-ups – wichtige Unterstützung in der Entwicklung von Innovation, indem sie neben Infrastruktur auch Dienstleistungen anbieten. So soll für innovative Unternehmen unter Anderem das finanzielle Risiko gemindert werden und das Innovationspotenzial erhöht werden. Aus diesem Grund stellen wir in dieser Ausgabe einige beispielhafte Einrichtungen mit unterschiedlichen technologischen Schwerpunkten vor.

    Gerade Start-ups und Gründungen im Bereich der Schlüsseltechnologien stehen vor speziellen Herausforderungen. Die nachhaltige Unterstützung solcher Vorhaben erfordert ein spezielles Technologie- und Branchenverständnis, welches in diesem Bereich in vielen „allgemeinen“ Unterstützungsstrukturen nicht vorhanden ist. Deshalb freue ich mich, Ihnen heute mitteilen zu können, dass der Cluster NMWP.NRW zurzeit ein Accelerator-Programm, welches sich explizit an Gründer im High-Tech-Bereich wendet, vorbereitet. Das ist ein wichtiger Schritt für alle NRW Gründer im Bereich der Schlüsseltechnologien. Weitere Informationen hierzu werden wir zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen.

    Außerdem geben wir in diesem Heft einen Rückblick auf die 8. NRW Nano-Konferenz, die – nicht zuletzt durch ihre inhaltliche Erweiterung um den Bereich der Neuen Materialien und den daraus resultierenden Anwendungen – wieder ein voller Erfolg war. Auf diesen Erfolg aufbauend haben wir mit der Planung der 9. NRW Nano-Konferenz, die im Jahr 2020 in Münster stattfinden wird, bereits begonnen.

    Last, but not least hat am 18. Juni die offizielle Kick-off-Veranstaltung von „ROCKET Reloaded“ stattgefunden. Mit dem Interreg VA-Projekt wollen wir an den großen Erfolg des Projekts „ROCKET“ anknüpfen. Hierzu wird es im Herbst wieder einen offenen Call geben, bei dem Sie sich mit Ihrer grenzüberschreitenden, auf Schlüsseltechnologien basierenden Projektidee in den Anwendungsfeldern Gesundheit, Energie und Produktion bewerben können.

  • NMWP.NRW-Projekte als Treiber für Innovationen

    NMWP.NRW-Projekte als Treiber für Innovationen

    Acht Leitmarktwettbewerbe mit jeweils zwei Ausschreibungsrunden haben seit 2015 einen wichtigen Beitrag zur Innovationsförderung und damit auch zur zukünftigen Steigerung der Wirtschaftskraft in Nordrhein-Westfalen geleistet. Allein in der ersten Ausschreibungsrunde wurden als Gesamtförderung ca. 250 Millionen Euro aus EFRE und NRW-Landesetat bereitgestellt. Das baldige Ende dieses für NRW wichtigen Förderinstruments hat uns veranlasst in diesem Magazin einen besonderen Blick auf die hinter der öffentlichen Forschungsförderung stehenden Projekte zu werfen.

    Somit gibt das aktuelle NMWP-Magazin nicht nur einen guten Einblick und Überblick über aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der NMWP Schlüsseltechnologien, sondern ist auch ein guter Gradmesser für die Aktivitäten des Clusters NMWP.NRW. Die hier vorgestellten Projekte sind alle innerhalb des Clusters NMWP.NRW entstanden, d.h. unsere Akteure bzw. die Geschäftsstelle waren wesentliche Enabler und Treiber der Projekte. Und ich hoffe, Sie stimmen mit mir überein, dass dies ein großartiges Ergebnis mit vielen Potenzialen für NRWs Zukunft darstellt. Zu ergänzen ist, dass wir die Beiträge im NMWP-Magazin nach dem Prinzip des „Blended Networkings“ aufbereitet haben: Sämtliche Autoren im Magazin und alle Speaker der F&E-Sessions der 8. NRW Nano-Konferenz besitzen ein Profil im NMWP-Portal (portal.nmwp.de) und sind somit mit geringem Aufwand zu kontaktieren.

    Einen persönlichen Eindruck über die Projekte und die dahinterstehenden Unternehmen, Forschungs- einrichtungen und Menschen können Sie sich auch in der „Leitmarkt.NRW“- und der „ROCKET“-Session auf der 8. NRW Nano-Konferenz verschaffen.

    Ich hoffe, wir können Sie mit dieser Ausgabe des NMWP-Magazins auf den Geschmack bringen, die Zukunft mit Ihrem eigenen Innovationsprojekt zu gestalten. Wir helfen Ihnen gerne und sind der festen Überzeugung, dass wir auch „Projektprofis“ noch unterstützen und mit neuen Impulsen und Ansätzen überraschen können. Hier und da können wir immer noch mal ein „Quäntchen“ hinzufügen, um Ihre Erfolgswahrscheinlichkeit, sowohl in der Beantragung aber auch in der Umsetzung, zu erhöhen. Kontaktieren Sie uns, wir nehmen die Herausforderung gerne an.

  • Gründen & Wachsen

    Gründen & Wachsen

    Bereits vor knapp einem Jahr kommunizierte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart seinen Plan, die Städte im Rheinland zu einer großen Gründerregion zu verdichten. „Wenn die Gründerszene in Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf als eine Region bei Investoren und Kunden wahrgenommen wird, dann können sich Berlin und München warm anziehen“, sagte der FDP-Politiker. Seitdem sind in ganz Nordrhein-Westfalen viele Maßnahmen angestoßen worden, um die Rahmenbedingungen für Start-ups und Gründer zu verbessern und bestehende Unternehmen, vor allem die kleinen und mittelständischen, in ihrem Wachstum zu unterstützen. So ist es nicht verwunderlich, dass das Lebenskonzept, sich mit einer innovativen Idee – sei es ein Produkt oder eine Dienstleistung – in die Selbstständigkeit zu begeben, von immer mehr Menschen verinnerlicht und umgesetzt wird.

    Diese positive Entwicklung in NRW hat uns dazu bewegt, dem Thema „Gründen und Wachsen in den Schlüsseltechnologien in Nordrhein-Westfalen“ eine Ausgabe unseres NMWP-Magazins zu widmen, letztendlich aus zwei Gründen:

    Die Schlüsseltechnologien Nanotechnologie, Mikrosystemtechnik, aber vor allem auch Photonik und der Bereich der neuen Werkstoffe bilden die technologische Grundlage für viele innovative Produkte und gehören damit zu den – zugegebenermaßen in der Gesellschaft oft wenig beachteten – wichtigsten Treibern für Fortschritt und Wohlstand unserer Gesellschaft und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes.

    Der zweite Grund, dieses Thema aufzugreifen ist, dass „Ausgründungen aus Hochschulen“, Start-ups und das Wachstum der Technologiebereiche in NRW ein zentrales Thema im Cluster NanoMikroWerkstoffePhotonik.NRW sind, mit dem wir uns schon seit langem befassen. Denn Ausgründungen und Start-ups sind von essenzieller Bedeutung für den Technologietransfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft und damit für die Wertschöpfung in unserem Land. NMWP.NRW begleitet und berät Start-ups aus dem Bereich der Schlüsseltechnologien – auf dem Weg von der Idee bis zum Markt – bereits seit geraumer Zeit und entwickelt sich immer mehr zum zentralen Ansprechpartner für die thematisch relevanten Start-ups. Mit unserer Technologie- und Marktkenntnis und unserem großen Netzwerk grenzen wir uns klar von den bestehenden branchen- und technologieübergreifenden Angeboten ab. Wir wollen bewusst nicht beraten in Fragestellungen wie „Welche Unternehmensform wähle ich“ oder „Wie schreibe ich einen Businessplan“. Wir begleiten die Start-ups strategisch und öffnen Türen zu den ersten potenziellen Kunden. Das ist u.a. ein Mehrwert der aus dem großen Netzwerk von NMWP.NRW entsteht.

    In diesem NMWP Magazin geben wir Ihnen einen Überblick über das Thema Gründungen im Bereich der Schlüsseltechnologien. Es lässt sich zusammenfassend feststellen, dass NRW mit einer exzellenten Forschungslandschaft und einer vielseitigen Wirtschaft mit zahllosen kleinen und mittelständischen Unternehmen, aber auch einigen Global Playern, vielen Corporate Ventures, der NRW.BANK, dem High-Tech Gründerfonds, einigen Förderprogrammen und technischer Infrastruktur wie Inkubatoren ein sehr gutes Umfeld für Gründungen und Start-ups bietet. Darüber hinaus begleitet NMWP.NRW Start-ups im Bereich der Schlüsseltechnologien und gibt Orientierung auf dem Weg zum erfolgreichen Marktstart.