Kategorie: Laufband

  • RUB und TU Dortmund feiern Erfolg in der Exzellenzstrategie

    RUB und TU Dortmund feiern Erfolg in der Exzellenzstrategie

    Mit dem Ruhr Innovation Lab überzeugten die Partner eine internationale Jury von ihrer wissenschaftlichen Spitzenqualität und ihrer Vision für die künftige Zusammenarbeit.

    Mit ihrer gebündelten Stärke haben die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund die Expertenkommission in der Exzellenzstrategie überzeugt: Ihre strategische Partnerschaft im Ruhr Innovation Lab wird als Exzellenzverbund gefördert. Wie der Wissenschaftsrat am 2. Oktober 2026 in Bonn bekannt gab, haben zudem drei weitere Hochschulen den Status als Exzellenzuniversität neu errungen; außerdem wird ein weiterer Verbund gefördert. Damit fördern Bund und Länder ab Januar nun bundesweit zwölf Exzellenzuniversitäten und drei Exzellenzverbünde.

    „Wir sind überwältigt von diesem großartigen Erfolg“, sagte Prof. Dr. Martin Paul, Rektor der Ruhr-Universität Bochum. „Zusammen sind wir in die Champions League der Wissenschaft aufgestiegen“, ergänzte Prof. Dr. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund. Die beiden Universitäten waren in der Exzellenzstrategie aus Überzeugung zusammen angetreten, um ihre langjährige Partnerschaft gezielt weiterzuentwickeln. Unter dem Namen Ruhr Innovation Lab haben sie ein Konzept vorgelegt, das ein Ökosystem für eine zukunftssichere Gesellschaft schaffen soll. Es setzt auf kreative Freiräume für Forschung, innovative Lehre, engen Austausch mit Wirtschaft und Gesellschaft sowie neue Wege der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit.

    Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Herzlichen Glückwunsch an die Universität Köln sowie an die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund zu diesem herausragenden Erfolg. Beide Bewerbungen haben in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren gegen große Konkurrenz überzeugt. Das ist eine großartige Nachricht für die Universitäten und für den Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen. Die Entscheidung ist ein besonderer Erfolg für unser Land und zeigt eindrucksvoll, welche Stärke und internationale Strahlkraft der Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen besitzt. Vor allem das Ruhrgebiet hat sich in den vergangenen Jahren zu einem starken und international sichtbaren Wissenschafts- und Innovationsstandort entwickelt. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Research Alliance Ruhr, die als zentrales Projekt der Ruhr-Konferenz die internationale Spitzenforschung der Universitätsallianz Ruhr bündelt. Der neue Exzellenzverbund knüpft an diese Stärke an und gibt dem Wissenschaftsstandort Ruhr zusätzlichen Schub. Nordrhein-Westfalen baut damit seine herausragende Stellung im bundesweiten Exzellenzwettbewerb weiter aus. Exzellente Forschung ist eine wesentliche Grundlage für die Innovationskraft unseres Landes. Von der Stärke unserer Hochschulen profitieren dabei Wissenschaft und Wirtschaft, genauso wie die Hunderttausenden jungen Menschen, die in Nordrhein-Westfalen studieren und forschen. In einem immer schnelleren technologischen Wandel sind es unsere exzellenten Universitäten, die diesen Wandel zu neuen Chancen machen. Chancen für neue, innovative Produkte, für gute Arbeitsplätze, für Wohlstand und soziale Sicherheit auch in Zukunft.“

    Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Nordrhein-Westfalen ist DER Spitzenstandort für Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Diesen Anspruch bestätigt der Erfolg in der Exzellenzstrategie. Ich gratuliere der Universität zu Köln und dem Ruhr Innovation Lab aus der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund sehr herzlich zu ihrem Erfolg. Gemeinsam mit der Universität Bonn und der RWTH Aachen gehören damit künftig fünf nordrhein-westfälische Universitäten zur internationalen Forschungsspitze – so viele wie in keinem anderen Land. Was das Ruhr Innovation Lab in den vergangenen Jahren aufgebaut hat, ist unglaublich. Es zeigt: Exzellenz ist immer dann möglich, wenn gemeinsame Stärken gesucht werden. Die Universität zu Köln hat den Exzellenzstatus völlig verdient zurückgewonnen. Mit fünf Exzellenzclustern ist sie bereits eine der forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands, und sie wird ihre Kraft in den kommenden Jahren noch weiter entfalten. Der Ministerpräsident und ich haben die Universitäten auf diesem Weg eng begleitet und waren bei den Begehungen mit der Expertenkommission vor Ort dabei. Umso mehr freuen wir uns heute über diesen Erfolg. Der Erfolg unserer Universitäten ist ein eindrucksvoller für Spitzenforschung ‚made in NRW‘. Wir schaffen damit beste Voraussetzungen für neue Erkenntnisse, Innovationen und Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zum Wohl der Menschen.“

    „Unser Credo ist, dass Wissenschaft nicht im Elfenbeinturm stattfinden darf, sondern Lösungen für die Gesellschaft mitgestalten muss“, so Martin Paul. Die gemeinsamen Forschungsschwerpunkte zielen darauf, Wohlstand für künftige Generationen zu erhalten, Vertrauenswürdigkeit digitaler Systeme zu stärken und die Werte der Demokratie zu wahren. Zu Themen wie nachhaltige Chemie, Cybersicherheit, KI-gestützte Materialentwicklung oder die Natur der Materie forschen die beiden Universitäten schon auf internationalem Spitzenniveau. Durch die Zusammenführung komplementärer Stärken beider Standorte sollen zukünftig zudem komplexe Fragestellungen in Bereichen wie mentale Gesundheit, Medienwirkung oder Fertigungsdesign durchdrungen werden.

    Wir gehen mit dem Ruhr Innovation Lab nun den nächsten Schritt hin zur Integration.

    — Manfred Bayer

    „Wir haben bei unserer Bewerbung auf eine langjährige Kooperation aufbauen können und gehen mit dem Ruhr Innovation Lab nun den nächsten Schritt hin zur Integration“, erläuterte Manfred Bayer. Fundament ist die Universitätsallianz Ruhr, in der die beiden Partner zusammen mit der Universität Duisburg-Essen seit 2007 vielfältige gemeinsame Strukturen geschaffen haben, wie die gemeinsamen Research Center und das College. Das Ruhr Innovation Lab erprobt nun bilateral eine noch engere Verzahnung, indem Services für Forschung und Transfer schrittweise integriert werden oder Pilotfakultäten ihre Personalplanung sinnvoll verschränken.

    Unser Erfolg in der Exzellenzstrategie wird dem gesamten Ruhrgebiet einen Schub und höhere internationale Sichtbarkeit geben.

    — Martin Paul

    „Unser Erfolg in der Exzellenzstrategie wird dem gesamten Ruhrgebiet einen Schub und höhere internationale Sichtbarkeit geben“, sind sich die beiden Rektoren einig. Noch werde oft übersehen, dass das Ruhrgebiet eine der dichtesten Wissenschaftsregionen Deutschlands sei, mit über zwanzig Hochschulen und zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Charakteristisch für den Ballungsraum ist die eingespielte Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinweg, nicht nur innerhalb der Wissenschaft, sondern auch mit Unternehmen und Kommunen. Das Ruhr Innovation Lab hatte bei der Bewerbung daher auch starke regionale Partner an seiner Seite wie den Initiativkreis Ruhr und den Regionalverband Ruhr.

    Quelle: Ruhr Universität Bochum

  • IPCEI Artificial Intelligence

    IPCEI Artificial Intelligence

    Industrielle KI für ein wettbewerbsfähiges Europa

    Seit Anfang 2025 bereiten mehrere europäische Mitgliedstaaten, koordiniert durch das Bundeswirtschaftsministerium, ein gemeinsames Projekt für industriespezifische Künstliche Intelligenz (KI) vor. Ziel ist es, ein leistungsfähiges KI-Ökosystem in Europa zu schaffen, das insbesondere auf KI-Bedarfe der Industrie zugeschnitten und einfach zu nutzen ist. Das geeignete Instrument für ein solches anwendungsnahes Gemeinschaftsprojekt ist ein IPCEI, ein „Important Project of Common European Interest“.

    Förderrichtlinie im Rahmen des IPCEI-AI (27.07.2026): https://www.bundesanzeiger.de/pub/publication/J79zqVRaq1aBiEYg3fy/content/J79zqVRaq1aBiEYg3fy/BAnz AT 27.07.2026 B1.pdf

    Kontaktieren Sie uns!

    8ra@bmwe.bund.de

    Worum geht es?

    Der Einsatz von KI wird zu einem Paradigmenwechsel in fast jedem Sektor der Industrie führen. Autonome Produktion, KI-gesteuerte Logistik, KI-getriebene Robotik, KI-gestütztes Design oder das Industrial Metaverse sind ohne leistungsfähige KI nicht möglich. Hierfür sind jedoch hochspezialisierte KI-Modelle erforderlich, die weit über die allgemeinen großen Sprachmodelle (Large Language Models; LLMs) hinausgehen. Die Industrie in Europa und insbesondere in Deutschland verfügt über gewaltige Datenmengen, die zum Trainieren geeigneter KI-Modelle genutzt werden können. Europa hat das Potenzial, eine globale Führungsrolle einzunehmen, wenn es gelingt, industrielle und hochspezialisierte KI-Modell der nächsten Generation nicht nur zu entwickeln, sondern auch produktiv und erfolgreich in den Einsatz zu bringen.

    Das IPCEI Künstliche Intelligenz (kurz: IPCEI-AI) verfolgt dabei einen systemischen und ganzheitlichen Ansatz über den gesamten Lebenszyklus von KI-Modellen hinweg. Dabei werden die Datenbereitstellung, gemeinsame KI-Basismodelle, hochspezialisierte sektorspezifische KI-Modelle, der Betrieb von KI, sowie der offene Zugang und fortschrittliche KI-Anwendungen miteinander betrachtet

    Was wollen wir erreichen?

    Die Entwicklung eines leistungsfähigen KI-Ökosystems der nächsten Generation für Europa erfordert das Zusammenführen von Know-how und die Investitionen vieler Akteure. Ziele des hochgradig integrierten Projektes sind:

    • Schaffung eines souveränen KI-Kontinuums der nächsten Generation mit grundlegenden Komponenten für das KI-Training und den KI-Einsatz, offene und wettbewerbsfähige KI-Grundlagenmodelle, innovative Techniken für Inferenz und Feinabstimmung, sektorspezifische KI-Angebote und energieeffizienter Nutzung von KI.
    • Der standardisierte Zugang und die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen und hoch strukturierten industriellen Daten im Rahmen der europäischen Datenschutz- und Sicherheitsvorschriften.
    • Entwicklung und Einführung von Prinzipien wie KI-as-a-Service (AIaaS) zu fördern, die auf die Bedürfnisse von KI-Entwicklerinnen und KI-Entwicklern sowie KI-Anwenderinnen und Anwendern zugeschnitten sind und den breiten Einsatz von KI-Modellen für spezifische Anwendungsfälle in verschiedenen Sektoren (Energie, Telekommunikation, Verteidigung, Finanzen, Luft- und Raumfahrt usw.) ermöglichen.
    • Entwicklung von Open-Source-Lösungen, die in einer offenen Umgebung für Entwickler und Endnutzer gesammelt werden könnten.
    • Breite Integration von KI-Modellen in sektorspezifische Systeme und Anwendungen, die auf wirtschaftliche Anwendungsfälle in Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen ausgerichtet sind.

    Wo stehen wir?

    Das IPCEI-AI ist Teil des „​AI Continent Action Plan“ der Europäische Kommission, der das Ziel verfolgt, die EU zu einem globalen Technologieführer im Bereich KI zu machen. Im Action Plan vom 9. April 2025 benennt die Europäische Kommission fünf Hauptaufgabenbereiche, in denen besondere Anstrengungen notwendig sind: Computing-Infrastruktur, hochqualitative Daten, KI-Algorithmen, KI-Talentförderung und KI-Regulierung. Die Kommission betont, dass sie die Mitgliedstaaten frühzeitig bei der Ausgestaltung des IPCEI-AI unterstützen wird.

    Aktuell beteiligen sich insgesamt 16 Mitgliedstaaten konstruktiv an der inhaltlichen Ausgestaltung des IPCEI-AI. Ausgehend von Interessenbekundungsverfahren auf nationaler Ebene haben diese Mitgliedstaaten ca. 150 Projekte vorausgewählt. Das europäische Matchmaking begann am 10. März 2026 mit einem zentralen Matchmaking-Event in Berlin.  Nun sollen die erfolgsversprechenden Projektideen zu einem integrierten Gesamtprojekt auf europäischer Ebene weiterentwickelt, das von der Europäischen Kommission genehmigt werden muss.

    Weiterhin ist es geplant, das IPCEI-AI im Rahmen der ​8ra Dachinitiative mit dem 2023 genehmigten IPCEI zu Cloudtechnologien und einem ebenfalls in Planung befindlichen IPCEI zu Edge Knoten Infrastruktur (IPCEI-ECI) in einem ganzheitlichen Ansatz zu verbinden.

    Im Rahmen der 8. Friends of Industry Konferenz am 3. November 2025 in Berlin haben die Wirtschaftsminister aus 17 Mitgliedstaaten die Berlin Declaration unterzeichnet. Diese sieht als eine Schlüsselmaßnahme die schnelle und mutige Umsetzung des IPCEI-AI vor, um die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit Europas zu steigern.

    Das IPCEI-AI ist zudem eine Flaggschiff-Maßnahme der „Hightech Agenda Deutschland“ der Bundesregierung.

    Quelle: https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Dossier/ipcei-ai.html

  • Bekanntmachung DIGITAL Europe: Dual-Use-Cybersicherheit

    Bekanntmachung DIGITAL Europe: Dual-Use-Cybersicherheit

    Dual-Use Technologies

    Der EU-Aufruf fördert Cybersicherheitstechnologien mit ziviler und militärischer Verwendung. Dazu zählen unter anderem quantensichere Kryptografie, Zero-Trust-Architekturen, KI-gestützte Angriffserkennung, Cyber Ranges, sichere Datenräume und automatisierte Security-Lösungen.

    • Topic ID: DIGITAL-ECCC-2027-DEPLOY-CYBER-11-DUALUSE
    • Förderprogramm: DIGITALES Europa
    • Destination: CYBER
    • Call: 2027 DEPLOY-CYBER-11
    • Bewerbungszeitraum: 01.09.2026, 12.00 Uhr – 14.01.2027, 12.00 Uhr
    • Budget: 10 Mio. €
    • Förderinstrument: DIGITAL Simple Grant
    • Förderquote: 50%

    Das Förderthema ‚Dual-Use Technologies soll die Kooperation zwischen zivilem und militärischem Sektor bei der Erforschung und Entwicklung neuer Cybersicherheitstechnologien unterstützen.

    Quelle: https://www.nkcs.bund.de/de/foerderprogramme/DIGITAL-ECCC-2027-DEPLOY-CYBER-11-DUALUSE

  • Förderung von Projekten zum Thema „Innovative Herstellung von E-Fuels und CCU-basierten Vorprodukten“

    Förderung von Projekten zum Thema „Innovative Herstellung von E-Fuels und CCU-basierten Vorprodukten“

    Die nationalen und europäischen Klimaziele sehen vor, die Treibhausgasemissionen bis hin zur Treibhausgasneutralität im Jahr 2045 zu reduzieren. Hierfür sind der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Elektrifizierung fossiler Prozesse von Industrie, Mobilität und Wärme zentrale Voraussetzungen. Gleichzeitig sind insbesondere der Luft- und Schiffsverkehr sowie weitere Mobilitäts- und Transportsegmente auch langfristig auf flüssige oder gasförmige Energieträger mit hoher Energiedichte angewiesen.

    Vor diesem Hintergrund gewinnen klimafreundliche E-Fuels zunehmend an Bedeutung. Für ihre Herstellung wird nachhaltiger Kohlenstoff benötigt, der neben biogenen Quellen unter anderem aus der Atmosphäre mittels Direct Air Capture (DAC) oder aus schwer vermeidbaren industriellen CO₂-Quellen bereitgestellt werden kann. Durch die Nutzung dieser CO₂-Quellen können weitestgehend klimaneutrale E-Fuels produziert werden. Methanol spielt dabei eine wichtige Rolle, sowohl als klimafreundlicher Kraftstoff und Energieträger zur Speicherung und zum Transport erneuerbarer Energie, als auch als Ausgangsstoff für weitere E-Fuels wie Sustainable Aviation Fuels (SAFs). E-Fuels bieten somit eine skalierbare Lösung für schwer elektrifizierbare Mobilitätssegmente und sind zugleich weitgehend kompatibel mit bestehenden Infrastrukturen.

    Die vorliegende Fördermaßnahme zielt darauf ab Deutschland als führenden Forschungs- und Entwicklungsstandort für Technologien zur Herstellung klimafreundlicher, strom- und wasserstoffbasierter E-Fuels, auch auf Basis von CCU, in Europa weiter zu stärken und perspektivisch als globalen Leitanbieter und bedeutenden Technologieexporteur zu positionieren.

    Hierzu sollen innovative Verfahren, Prozesse und Technologien zu E-Fuels und, falls erforderlich, zu CCU-basierten Vorprodukten untersucht werden. Ziel sind Anwendungen zur Defossilisierung des Luft- und Schiffsverkehrs sowie weiterer Mobilitäts- und Transportsegmente mit besonderen Anforderungen an E-Fuels und klimaneutrale Kraftstoffe. Im Bereich kohlenstoffbasierter E-Fuel-Vorprodukte aus CCU soll dabei perspektivisch auf die Nutzung nachhaltiger Kohlenstoffquellen fokussiert werden. Darüber hinaus können ebenfalls schwer vermeidbare CO2-Emissionen wie bei der Kalk-, Stahl- und Zementherstellung, sowie Reststoffverwertung adressiert werden.

    Wer wird gefördert?

    Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, kommunale Einrichtungen sowie weitere juristische Personen. Privatpersonen sind von der Förderung ausgeschlossen.

    Was wird gefördert?

    Gegenstand der Förderung sind vorwettbewerbliche Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette von E-Fuels einschließlich CCU-basierter Vorprodukte. Die Vorhaben müssen einen deutlichen Innovationsgewinn und ein hohes wissenschaftlich-technisches Risiko aufweisen.

    Mögliche Projekte oder Fragestellungen umfassen beispielsweise:

    • Neue, innovative Herstellungsverfahren für strom- und wasserstoffbasierte E-Fuels
    • Innovative Prozessketten, Komponenten und Materialien entlang der Wertschöpfungskette von der Herstellung bis zur Nutzung von E-Fuels
    • Entwicklung und Optimierung neuartiger Katalysatoren mit verbesserter Selektivität, höherer Aktivität und längerer Lebensdauer. Denkbar ist auch die Entwicklung neuer oder verbesserter Reaktorkonzepte.
    • Neuartige, hochintegrierte, stufenlose Verfahren zur Herstellung von klimaneutralen Kraftstoffen
    • Simulation und Modellierung bspw. neuer Prozessführungen oder Betriebsstrategien zur Effizienzsteigerung, sowie zu Betrieb und Eigenschaften der übergeordneten Infrastruktur, sofern dies einen signifikanten Einfluss auf eine spätere Anwendung der betrachteten Technologien hat.
    • Ermittlung von Ansätzen für notwendige regulatorische Anpassungen sowie von Anreizmechanismen zu Unterstützung des Markthochlaufs
    • Sicherheits-, Genehmigungs- und Umweltaspekte sollten bei neuartigen Verbindungen im Hinblick auf eine zukünftige wirtschaftliche Nutzung betrachtet werden
    • Für die Herstellung von E-Fuels notwendige CCU-Technologien und -vorprodukte sind in Kombination mit den obenstehenden Punkten ebenfalls förderfähig.

     Wichtiger Bestandteil dieser Förderrichtlinie ist auch die Wissenschaftskommunikation der Projekte.

    Wie wird gefördert?

    Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Der Zuwendungszweck dieser Förderrichtlinie ist die Förderung von risikoreichen Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben bis auf einen Technologie-Reifegrad von 3.

    Gefördert werden insbesondere Vorhaben, die perspektivisch auf die starke Verbesserung von Effizienz, Wirtschaftlichkeit sowie Nachhaltigkeit abzielen.

    Quelle: https://www.ptj.de/foerdermoeglichkeiten/hightech-agenda-deutschland/efuels-ccu

  • Bekanntmachung: KI4Energy

    Bekanntmachung: KI4Energy

    Künstliche Intelligenz (KI) ist ein zentraler Treiber für die Energiewende und die technologische Souveränität Deutschlands. Ihr Einsatz ermöglicht die effiziente Planung, Steuerung und Optimierung komplexer Energiesysteme – von der intelligenten Netzintegration erneuerbarer Energien bis zur datenbasierten Steuerung von Wasserstoffproduktion, -speicherung und -nutzung. KI beschleunigt Innovationsprozesse auch in der Materialforschung, indem sie datengetriebene Simulationen, automatisierte Experimente und maschinelles Lernen für die Entwicklung neuer Werkstoffe nutzt. So können Materialien für Energiespeicherung, Katalyse und Wasserstofftechnologien schneller identifiziert, bewertet und in die Anwendung gebracht werden.

    „KI4Energy“ gibt dafür den Anschub. Die Fördermaßnahme zielt darauf ab, exzellente deutsche KI-Forschung mit den Stärken in Energie-, Wasserstoff- und Materialtechnologien zu verbinden und so erhebliche Innovations- und Wertschöpfungspotenziale zu eröffnen. Die Maßnahme konzentriert sich auf die Grundlagenforschung und den Übergang zu anwendungsorientierten Konzepten (TRL 1–3). 

    Wer wird gefördert?

    Einzelprojekte und Projektverbünde aus Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen. Beteiligung von KMU sind besonders erwünscht.

    Was wird gefördert?

    Das BMFTR ruft zu Ideenskizzen auf, bei denen die Förderung von innovativen, noch weitgehend unerprobten Ideen im Mittelpunkt steht, deren technische Machbarkeit (Proof of Concept) zunächst nachgewiesen werden muss.

    Gefördert werden 3-jährige Projekte bis maximal Technology Readiness Level (TRL) 3, die erste wissenschaftlich-technische Erkenntnisse liefern und prüfen, ob sich eine Idee grundsätzlich für eine Weiterentwicklung eignet.

    Fokusthemen sind:

    Data Science & KI-gestützte Analytik

    Verbesserung der Datenqualität, der Vorhersagefähigkeit in Energie- und Materialsystemen sowie deren Zusammenwirken. Schwerpunkte sind standortübergreifendes Management und KI-basierte Auswertung von Versuchsdaten, Integration heterogener Datenquellen (z.B. Mess-, Wetter- und Infrastrukturdaten), Machine-Learning-gestützte Mustererkennung (z. B. Anomalien, Defekte, Cyberangriffe auf Energieinfrastruktur) sowie KI-Modelle für die Materialforschung.

    Digitale Zwillinge & Systemmodellierung

    Entwicklung simulativer und adaptiver Systemmodelle zur Planung und Steuerung des betrachteten Energiesystems. Im Fokus stehen die Architektur digitaler Zwillinge, KI-gestützte Szenarien-Analysen für Energieerzeugung, -verbrauch, -transport und -speicherung sowie die Entwicklung datenbasierter Methoden für Entscheidungs- und Unterstützungstools für Politik und Industrie im Grundlagenbereich.

    Autonome Systeme & Predictive Maintenance

    Der Fokus liegt auf der Entwicklung selbstlernender und vorausschauender Systeme zur Erhöhung der Effizienz, Verfügbarkeit und Sicherheit technischer Anlagen. Durch den Einsatz datenbasierter Instandhaltung und Predictive-Maintenance-Ansätzen können Störungen frühzeitig erkannt und Ausfallzeiten minimiert werden.

    Adaptive KI-Plattformen & Entscheidungsunterstützung

    Aufbau vernetzter, lernfähiger und menschzentrierter KI-Umgebungen. Ziel ist es, Forschung, Planung und Betrieb in der Energiewirtschaft durch intelligente, kollaborative Plattformen zu unterstützen. Erforscht werden können auch Sprachmodelle (LLMs) für spezielle energiewirtschaftliche Anwendungen. Dabei gilt das Human-in-the-Loop-Prinzip als verbindliche technische Anforderung. In sicherheitskritischen Anwendungen der Energieversorgung müssen Fachpersonen jederzeit eingreifen und autonome Entscheidungen übersteuern können. Der EU AI Act schreibt dies für KI in kritischen Infrastrukturen als Hochrisiko-KI bereits regulatorisch vor.

    Wie wird gefördert?

    Interessierte Forscherinnen und Forscher sind dazu aufgerufen, entsprechende Projektideen nach Maßgabe der Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Förderung von Zuwendun­gen im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung „Innovationen für die Energie­wende“ vom 6. Februar 2019 einzureichen.

  • Förderungen von „KMU-innovativ: Photonik und Quantentechnologien“ im Rahmen des Programms „Photonik Forschung Deutschland“

    Förderungen von „KMU-innovativ: Photonik und Quantentechnologien“ im Rahmen des Programms „Photonik Forschung Deutschland“

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Sie als kleines und mittleres sowie mittelständisches Unternehmen (KMU) bei der Finanzierung von industriellen Forschungs- und vorwettbewerblichen Entwicklungsvorhaben in den Bereichen der Photonik und Quantentechnologie. Sie können die Förderung als KMU für Ihr Einzelvorhaben erhalten oder im Rahmen von Verbundprojekten mit Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

    Sie können themenübergreifend beispielhaft folgende Fragestellungen einbeziehen:

    • Photonik in der Produktion,
    • optische Messtechnik und Sensorik,
    • optische Komponenten und Systeme,
    • Beleuchtungs- und Displaytechnologie,
    • organische Elektronik,
    • Photonik in Medizintechnik und Lebenswissenschaften,
    • Photonik für die Kommunikation,
    • Schlüsselkomponenten für Quantentechnologien,
    • Quantentechnologien für Sensorik und Bildgebung,
    • Quantentechnologien für Simulation und Computing,
    • Quantentechnologien für Kommunikation.

    Sie erhalten die Förderung als Zuschuss für die Dauer von normalerweise bis zu 3 Jahren.

    • Als Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und als Forschungseinrichtung mit einem wirtschaftlichen Vorhaben erhalten Sie normalerweise 50 Prozent Ihrer förderfähigen Kosten.
    • Als kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Bonus erhalten. Hierfür müssen Sie die Kriterien der EU für KMU erfüllen.
    • Als Hochschule oder außeruniversitäre Einrichtung können Sie bis zu 100 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben erhalten.
    • Wenn Sie als Hochschule ein Forschungsvorhaben planen, können Sie zusätzlich zu Ihren zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 Prozent erhalten.

    Interessierte Unternehmen – insbesondere Erstantragsteller – wenden sich bitte an die Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes, Lotsendienst für Unternehmen.

    Das Antragsverfahren ist zweistufig. In der 1. Stufe können Sie Ihre Projektskizzen bei der VDI Technologiezentrum GmbH einreichen.

    In der 2. Verfahrensstufe werden Sie für Ihre positiv bewertete Projektskizze aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen. Für die Erstellung Ihres Antrags nutzen Sie bitte das elektronische Antragssystem easy-Online.

    Fristen

    Bewertungsstichtage sind jeweils der 15. April und 15. Oktober jeden Jahres. Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist. Verspätet eingehende Projektskizzen können aber möglicherweise erst zum nächstfolgenden Stichtag berücksichtigt werden.

    rechtliche Voraussetzungen

    Antragsberechtigt sind

    • Unternehmen gemäß KMU-Definition der EU,
    • mittelständische Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von bis zu 100.000.000 EUR

    sowie im Rahmen von Verbundprojekten auch

    • Hochschulen,
    • außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und
    • Unternehmen.

    Für die Förderung gelten folgende Bedingungen:

    • Ihr Projekt hat ein hohes wissenschaftlich-technisches Risiko.
    • Sie müssen das Vorhaben in Deutschland durchführen und die Ergebnisse nur in Deutschland oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und der Schweiz nutzen.
    • Ihre Zusammenarbeit im Verbundprojekt regeln Sie in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung.
    • Antragstellende benötigen zum Zeitpunkt der Auszahlung eine Betriebsstätte, Niederlassung oder sonstige Einrichtung in Deutschland.

    Weiterführende Links:

    https://www.quantensysteme.info/foerdermassnahmen/details/q/kmu-innovativ:_photonik_und_quantentechnologien

    https://www.quantensysteme.info

    https://foerderportal.bund.de/easyonline/nutzungsbedingungen.jsf;jsessionid=7202165A929CF7371069DE2A3626BEE7?redirectFrom=/easyonline/easyOnline.jsf

    Quelle und weitere Informationen:

    https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Bund/BMBF/kmu-innovativ-photonik-und-quantentechnologien.html

  • Bekanntmachung: KMU-innovativ: Materialforschung (Mat2KMU) – Impulse für Innovation und Wachstum

    Bekanntmachung: KMU-innovativ: Materialforschung (Mat2KMU) – Impulse für Innovation und Wachstum

    Innovative Materialien und Werkstoffe haben in nahezu allen Technologie- und Produktionsbereichen Schlüsselfunktionen. Sie sind entscheidende Voraussetzung, um neue Technologien zu entwickeln, und profitieren zugleich von den Fortschritten in anderen Technologiebereichen – von Kommunikationstechnologien bis zum Werkzeugmaschinenbau, von Sensormaterialien bis zur additiven Fertigung. Hier spielen häufig hochspezialisierte und interdisziplinär vernetzte kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit ihrem hohen Umsatz- und Beschäftigungsanteil eine besondere Rolle.

    Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das BMFTR das Ziel, das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen im Bereich der Materialforschung zu stärken sowie die Forschungsförderung auf der Grundlage des Fachprogramms „Materialinnovationen für die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft“ (Mat2Twin) für KMU attraktiver zu gestalten.

    Wer wird gefördert?

    Antragsberechtigt sind:

    • KMU im Sinne der KMU-Definition der EU (mit Sitz, Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland).
    • Mittelständische Unternehmen mit Sitz, Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland, wenn sie einschließlich verbundener oder Partnerunternehmen zum Zeitpunkt der Antragstellung eine Größe von 1.000 Mitarbeitern und einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro nicht überschreiten.

    Was wird gefördert?

    Gefördert werden

    • Einzelvorhaben von KMU,
    • Verbundprojekte von einem KMU mit weiteren KMU und/oder mittelständischen Unternehmen

    Assoziierte Großunternehmen, die eine spätere marktwirtschaftliche Umsetzung der FuEuI-Ergebnisse unterstützen, sind ausdrücklich erwünscht. Die Laufzeit der Vorhaben ist in der Regel auf einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt, wobei in begründeten Fällen auch bis zu drei Jahre möglich sind.

    Gegenstand der Förderung sind risikoreiche und vorwettbewerbliche Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben, die materialwissenschaftliche Fragestellungen mit hohem Anwendungspotenzial bearbeiten, die Positionierung der beteiligten KMU am Markt unterstützen und folgende Themen des Fachprogramms Mat2Twin möglichst gut adressieren:

    • Digitale Abbildung von Material- und Produkteigenschaften über den gesamten Lebenszyklus unter Nutzung digitaler Werkzeuge wie Simulation, Big Data und KI
    • Neue oder stark verbesserte funktionale Eigenschaften durch Innovationen bei werkstoffspezifischen (Vor-)Produkten und Prozessen
    • Ökonomische Nachhaltigkeit – Neue Materialien stärken technologische Souveränität
    • Ökologische Nachhaltigkeit – Materialkreisläufe etablieren
    • Bioinspiriert und smart – Materialien der Zukunft
    • Vital und sicher – Materialien für Gesundheit und Lebensqualität

    Ansätze zur Digitalisierung von Werkstoffinnovationen sollen in allen Projektvorschlägen enthalten sein. Darüber hinaus soll mindestens ein weiteres der oben genannten Themen adressiert werden.

    Gesamtziel der Vorhaben ist die Entwicklung neuer Materialien beziehungsweise von Materialien mit erheblich verbesserten Eigenschaften, welche beispielsweise durch Funktionalisierung beziehungsweise Strukturierung erreicht werden können. Es können alle Prozesse zur Herstellung beziehungsweise Synthese, der Ver- und Bearbeitung von Materialien mit erheblich verbesserten Eigenschaften und hohem Anwendungsbezug mitbetrachtet werden. Die Materialentwicklungen müssen jedoch stets im Fokus stehen. Die sich anschließende Produktentwicklung soll perspektivisch aufgezeigt werden, ohne jedoch Teil der Förderung zu sein.

    Wie wird gefördert?

    Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

    Die zuwendungsfähigen Ausgaben/Kosten richten sich nach den „Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Ausgabenbasis (AZA)“ und/oder den „Richtlinien für Zuwendungsanträge auf Kostenbasis von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (AZK)“ des BMFTR.

    Für die Festlegung der jeweiligen zuwendungsfähigen Kosten und die Bemessung der jeweiligen Förderquote sind die Vorgaben der AGVO zu berücksichtigen (siehe Anlage der Bekanntmachung).

    Die Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. Bewertungsstichtage sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober eines Jahres.

    Quelle: https://www.ptj.de/foerdermoeglichkeiten/mat2twin/mat2kmu

  • Bekanntmachung: ZIM Vereinigtes Königreich: 5. Ausschreibung | offen bis zum 1. Dezember 2026

    Bekanntmachung: ZIM Vereinigtes Königreich: 5. Ausschreibung | offen bis zum 1. Dezember 2026

    Deutschland und das Vereinigte Königreich freuen sich, eine Ausschreibung zur Einreichung von Anträgen für gemeinsame FuE-Projekte bekannt zu geben, die sich auf die Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen in allen Technologie- und Anwendungsbereichen konzentrieren und ein hohes Marktpotenzial aufweisen.

    Die Fördermittel werden jeweils aus den nationalen Programmen bereitgestellt – in Deutschland durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM). Auf britischer Seite steht Innovate UK für Fragen bezüglich des britischen Förderinstruments zur Verfügung

    Weitere Informationen zum Vereinigten Königreich können über die Website von ​Innovate UK und die Website der ​GTAI abgerufen werden.

    Abgabefrist für die Anträge ist der 1. Dezember 2026.
    Die Bekanntmachung und das gemeinsame Antragsformular zu der aktuellen Ausschreibung finden Sie unter Internationale Ausschreibungen/Vereinigtes Königreich.

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    Interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollten frühzeitig Kontakt zu den ausgewiesenen Ansprechpartnern beim Projektträger AiF Projekt GmbH aufnehmen.

    Um die Zusammenarbeit mit ausländischen Kooperationspartnern zu erleichtern, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) mit verschiedenen Ländern Vereinbarungen zur gegenseitigen Öffnung der Förderprogramme getroffen. Die Verfahren der Begutachtung und Bewilligung der FuE-Projekte sind unter den beteiligten Ländern abgestimmt. Die Projektpartner werden nach den Förderrichtlinien des jeweiligen Landes unterstützt – die deutschen Unternehmen nach der aktuellen ZIM-Richtlinie, die für transnationale Kooperationen einen um bis zu 10 % erhöhten Fördersatz vorsieht.

    Kontakt

    Katharina Kummer
    Koordinationsbüro „Internationale Kooperation“

    +49 30 48163-493

    k.kummer@aif-projekt-gmbh.de

    www.aif-projekt-gmbh.de

    Partner-Agentur Vereinigtes Königreich

    • UK Research and Innovation Externer Link: https://www.ukri.org/councils/innovate-uk/

    Weiterführende Informationen

    • Germany Trade & Invest (GTAI) Externer Link: www.gtai.de/vereinigtes-königreich
    • enterprise europe network – Informationen zur Partnersuche im Vereinigtes Königreich Externer Link: https://een.ec.europa.eu

    Quelle: https://www.zim.de/ZIM/Redaktion/DE/Meldungen/2026-Internationale-Ausschreibungen/2026-09-28-5-ausschreibung-vereinigtes-koenigreich.html

  • Bekanntmachung: Hightech Spaces

    Bekanntmachung: Hightech Spaces

    Die Hightech Spaces sind eine zentrale technologieübergreifende Initiative der Hightech Agenda Deutschland (HTAD). Sie rücken mit einer großvolumigen Initiative die internationale Wettbewerbsfähigkeit leistungsfähiger regionaler Innovationsökosysteme in den Fokus. Ziel ist es, Schlüsseltechnologien, strategische Forschungsfelder und innovationspolitische Hebel zu verknüpfen, um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands nachhaltig zu stärken.

    Hightech Spaces sind

    • sichtbare Leuchttürme mit internationaler Strahlkraft, getragen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik,
    • starke Innovationsökosysteme mit etablierten Strukturen und gemeinsamen Datenräumen zur Erschließung neuerWertschöpfungspotenziale,
    • Reallabore für Zukunftstechnologien, neue Geschäftsmodelle und regulatorische Ansätze,
    • Hebel für Investitionen und die gezielte Mobilisierung privater und öffentlicher Mittel,
    • Motoren regionaler Wertschöpfung zur Stärkung der deutschen und europäischen Innovationskraft.

    Das BMFTR stellt für die Förderung von bis zu vier Hightech Spaces im Zeitraum von 2027 bis 2031 bis zu 330 Millionen Euro zur Verfügung.

    Das BMFTR fördert strategische Leuchtturmvorhaben von überregionaler Bedeutung sowie begleitende Projekte zum Abbau struktureller Innovationshemmnisse. Von privaten Akteuren (u.a. Unternehmen und Stiftungen) wird ein verbindlicher finanzieller und strategischer Beitrag zur Stärkung des Innovationsökosystems erwartet. Die Ländern sowie nachgeordnete Verwaltungsebenen unterstützen die Hightech Spaces durch ein substanzielles politisches Engagement, insbesondere zur Weiterentwicklung innovationspolitischer Rahmenbedingungen in ihrer jeweiligen Zuständigkeit. Zudem können sie die Hightech Spaces durch die Finanzierung ergänzender Aktivitäten zusätzlich stärken.

    In der Rahmenbekanntmachung sind vorbehaltlich der Verfügbarkeit der Mittel vier Förderaufrufe geplant. Förderaufruf A ist bereits veröffentlicht.

    Förderaufruf A: Innovationsexzellenz in regionalen Public Private Partnerships weiterentwickeln, internationale Sichtbarkeit erreichen

    Leistungsfähige Innovationsökosysteme mit etablierten Kooperations- und Innovationsstrukturen sind zu Bewerbungen aufgerufen, um sich zu international sichtbaren Innovationsräumen der Zukunft (Hightech Spaces) weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt der Förderung stehen profilbildende Leuchtturm-Vorhaben. Flankiert werden diese durch Katalysator-Vorhaben zum Abbau von Innovationshemmnissen sowie regionale Maßnahmen zur nachhaltigen Stärkung des Innovationsökosystems, die von den beteiligten Akteuren finanziert werden. Voraussetzung ist eine kohärente Gesamtstrategie mit verbindlicher Beteiligung von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand.

    Quelle: https://www.ptj.de/foerdermoeglichkeiten/hightech-spaces

  • Sauerstoff aus CO₂, Gehen auf dem Mond und ein Roboterarm: 47. DLR-Parabelflug gestartet

    Sauerstoff aus CO₂, Gehen auf dem Mond und ein Roboterarm: 47. DLR-Parabelflug gestartet

    • Die 47. Parabelflugkampagne der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR findet vom 7. bis 18. September 2026 in Bordeaux statt.
    • Es sind insgesamt zwölf Experimente aus den Bereichen Biologie, Physik, Technologie und Materialwissenschaften an Bord.
    • Themen sind unter anderem die Gewinnung von Sauerstoff aus CO₂ für Weltraummissionen, das Gehen auf dem Mond, sowie ein neuartiger Roboterarm zur Wartung von Satelliten.
    • Schwerpunkte: Raumfahrt, Forschung in Schwerelosigkeit, Exploration

    Am 15. September 2026 ist der Airbus A310 ZERO-G um 9:30 Uhr vom Flughafen Bordeaux-Mérignac gestartet, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen mit ihren Experimenten in die Schwerelosigkeit zu bringen. Es ist der erste von drei aufeinanderfolgenden Flugtagen während der 47. Parabelflugkampagne der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

    Während der aktuellen Parabelflugkampagne werden insgesamt zwölf Experimente von deutschen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Hochschulen an Bord durchgeführt.

    Sauerstoff aus CO₂ für Weltraummissionen gewinnen

    Auf längeren Mondmissionen oder Weltraumflügen, beispielsweise bis zum Mars, reicht es nicht aus, Sauerstoffreserven mitzuführen. Die effiziente Nutzung und Wiederverwertung aller vor Ort verfügbaren Rohstoffe ist daher essenziell. Kohlenstoffdioxid (CO₂) steht auf Raumfahrtmissionen jederzeit als Rohstoff zur Verfügung, da Menschen es ausatmen. Außerdem besteht die Marsatmosphäre zu etwa 95 Prozent aus CO₂.

    Mittels Elektrolyse lassen sich aus CO₂ wertvolle chemische Produkte gewinnen, etwa Kohlenmonoxid oder Methan, die als Treibstoffe oder chemische Baustoffe dienen können. Wird Wasser als Elektrolyt eingesetzt, so entsteht dabei zusätzlich Sauerstoff, der unmittelbar für die Lebenserhaltung genutzt werden kann. Wasserreserven wurden auf dem Mond und Mars bereits entdeckt und könnten so genutzt werden.

    Im Experiment COLA ZERO des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen wird untersucht, wie sich die elektrochemische Umwandlung von CO₂ und die zeitgleiche Produktion von Sauerstoff unter veränderter Gravitation verhält.

    Auf der Erde spielt Schwerkraft bei der Elektrolyse eine große Rolle. In einer Lösung befindet sich eine Elektrode, an der sich Gasblasen bilden und sich dann aufgrund des natürlichen Auftriebs zur Oberfläche der Elektrolysekammer bewegen. Da im Weltall Schwerelosigkeit herrscht, fehlt diese Bewegung. Nach einer gewissen Zeit ist die Elektrode mit Gasblasen umgeben und die Reaktion bricht ab. Das Experiment COLA ZERO nutzt einen speziell aufgeteilten Aufbau der Elektrolysekammer, um die Ablösung der Gasblasen zu ermöglichen.

    Wie gehen Menschen auf dem Mond?

    In naher Zukunft wird der nächste Mensch den Mond betreten. Studien belegen, dass Feinmotorik, Gleichgewicht und Gang durch eine reduzierte Schwerkraft beeinträchtigt sind und damit die funktionelle Mobilität der Astronautinnen und Astronauten während der Monderkundung zum Problem werden könnte. Insbesondere dann, wenn sie zuvor längere Zeit in Schwerelosigkeit unter kompletter Entlastung von Skelett und Muskulatur verbracht haben.

    Das Experiment „Unloaded Minds“ der Deutschen Sporthochschule Köln untersucht das gesamte Spektrum der Bewegung unter diesen Parametern. Bisher ist nicht bekannt, ob eine längere Entlastung der Muskulatur durch Schwerelosigkeit Auswirkungen auf die Planung von Bewegung im Nervensystem hat. Verlernen Menschen zu gehen? Wie wird Gehen in Mondgravitation gesteuert, wenn die entsprechende Muskulatur zuvor lange nicht benutzt wurde?

    Die Probandinnen und Probanden haben für 14 Tage vor dem Parabelflug ein Bein komplett entlastet. Während des Parabelfluges haben sie unter Mondgravitation erste Schritte gemacht. Dies wird durch ein komplexes Zugsystem ermöglicht, das die Probandinnen und Probanden mit 16 Prozent Ihrer Gewichtskraft auf ein Laufband zieht. Das Experiment liefert das realistische Szenario einer Langzeit-Weltraummission: längere Entlastung unter Schwerelosigkeit und das daran anschließende Abrufen neuromotorischer Programme.

    Für die Entlastungsphase greifen die Kölner Forschenden auf die Expertise des renommierten Karolinska Instituts in Stockholm zurück. Dieses verfügt über langjährige Erfahrung in der gezielten Entlastung von Muskulatur und Skelett, eine Methodik, die im Rahmen dieser engen internationalen Zusammenarbeit direkt in das Kölner Experiment einfließt. Erst durch dieses kombinierte Know-how lässt sich das reale Langzeit-Szenario einer Weltraummission so realitätsnah nachstellen.

    Ein faltbarer Roboterarm zur Wartung von Satelliten

    Der Platz im niedrigen Erdorbit ist begrenzt. Dort sind aber immer mehr Satelliten unterwegs. Daher ist es nötig, Weltraumschrott aus diesem Bereich zu bergen. Besser wäre es, Satelliten warten und reparieren zu können, um sie gar nicht erst zu Weltraumschrott werden zu lassen.

    Beides soll in Zukunft durch Roboter geleistet werden können. Das Experiment „Benchmarking Arm Reliability in microgravity Tests“ (BART) der TU Berlin und RWTH Aachen untersucht die Leistungsfähigkeit eines neuartigen Roboterarms LISA (Little Inspection and Servicing-Arm) in Schwerelosigkeit. Der Arm, der im Rahmen des DLR-Projektes HOMER-ODISEE entwickelt wird, ist auf das minimale Volumen eines Kleinsatelliten zugeschnitten, er ist also ungefähr so groß wie ein Versandkarton. Seine größte Innovation liegt in der kompakten und modularen Bauweise. Er kann Hindernisse schlangenartig umgehen und bewältigt dabei kostengünstig hochkomplexe Aufgaben im All.

    Weiterführende Links

    Quelle: https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/sauerstoff-aus-co2-gehen-auf-dem-mond-und-ein-roboterarm-47-dlr-parabelflug-gestartet